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Legida Rechtsextreme Band sagt Auftritt in Leipzig ab - Protest gegen Legida im Graphischen Viertel
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Legida und Proteste
08:56 30.03.2015
Legida demonstriert auch am 30. März wieder auf dem Augustusplatz. (Archivbild) Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Das Aktionsbündnis „Leipzig nimmt Platz“ verurteilt in einer Mitteilung, dass Legida diesmal einer rechtsextremen Rap-Band ein Forum biete. Auf ihrer Facebookseite sagt A3stus das Konzert jetzt ab.

Offenbar hat demnach das Leipziger Ordnungsamt Bedenken geltend gemacht. Eine offizielle Stellungnahme der Behörde war bis dato noch nicht zu bekommen. Das Aktionsbündnis "Leipzig nimmt Platz" hatte gewarnt, dass die Musikgruppe A3stus über Kontakte in die Berliner und Brandenburger Neonazi-Szene verfüge. Der Brandenburgische Verfassungsschutz nennt außerdem in einer Information über „Hassmusiker“ vom Juli 2014 Auftritte von A3stus mit einem rechtsradikalen Berliner Liedermacher.

Gegenprotest im Graphischen Viertel

„Legida radikalisiert sich offenkundig und schafft eine öffentliche Plattform für unverhohlene rassistische und antidemokratische Hetze“, sagte Linken-Landtagsabgeordnete Juliane Nagel, die auch als Sprecherin für „Leipzig nimmt Platz“ agiert. Das Bündnis wollte ursprünglich am Wintergartenhochhaus, direkt an der angemeldeten Legida-Route, demonstrieren. „Das war nach Gesprächen mit der Stadt leider nicht möglich“, so Nagel. Stattdessen verlagert sich der Protest nun in die Nähe des Legida-Laufwegs im Graphische Viertel, ab 19 Uhr an der Dörrienstraße.

Die Gegenveranstaltung des Bündnis 8. Mai um Frank Kimmerle vom Erich-Zeigner-Haus bleibt auf dem Nikolaikirchhof. Gegen 20 Uhr sollen dort Biographien von Opfern des Nazi-Regimes im Hitler-Deutschland verlesen werden. Radio Blau zeichnet die Vorträge als „Hörstolpersteine“ auf. Den größten Zulauf erwartet die Satire-Gegendemo „Legida – das Original“ mit bis zu 2000 Teilnehmern. Die engagierten Biertrinker um Thomas Kumbernuß werden abermals auf der Gewandhaus-Seite beschwingte Reden für ein buntes Leipzig halten.

Weltrekordversuch „Leipzig rutscht zusammen“

Buntes Leipzig, gegen Diskriminierung: Einladung auf Facebook zum Weltrekordversuch. Quelle: Rolf Allerdissen

Schon am

Sonntag, 29. März,

stand das Thema „weltoffenes Leipzig“ bei einem Weltrekordversuch im Mittelpunkt: Unter dem Motto „Eine Stadt rutscht zusammen – Für Menschenwürde, gegen Diskriminierung“ sollten Menschen vieler verschiedener Nationen nacheinander auf dem Spielplatz Höhe Ferdinand-Lassalle-Straße 5 die Rutsche hinunter gleiten. Initiator war die Leipzig Recordia IG, hinter der der bekennende Weltrekordjäger Rolf Allerdissen steht.

Für Montag, 30. April, angemeldete Veranstaltungen im Überblick:

Legida

- für Heimat, Frieden und Deutsche Leitkultur. Gegen religiösen Fanatismus, Islamisierung und Multikulti, Augustusplatz/ Opernseite (Sammlung/Auftakt),  Aufzug über Georgiring (Außenring), Wintergartenstraße, Schützenstraße, Querstraße, Grimmaischer Steinweg, Augustusplatz (Abschluss), 19-22 Uhr, 1500-2000 Teilnehmer.

Willkommen in Leipzig - eine weltoffene Stadt der Vielfalt,

Bündnis 8.Mai, Nikolaikirchhof, 15.30-21.00 Uhr, 200 Teilnehmer.

Legida- Das Original

. Leipziger Ethanolfreunde gegen die Illegalisierung des Alkohols, (Satire-Kundgebung) Augustusplatz/ Gewandhausseite,  18-19 Uhr, 1000- 2000 Teilnehmer.  

Gegen jeden Rassismus. Refugees welcome

(Initiator: Leipzig nimmt Platz), Dörrienstraße, 19 -21 Uhr, 50 Teilnehmer.

LVZ

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