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Legida und Proteste
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Schutz vor Anschlägen bei Legida-Demo: Polizei setzt hunderte Beamte an Bahnanlagen ein

Schutz vor Anschlägen bei Legida-Demo: Polizei setzt hunderte Beamte an Bahnanlagen ein

Um erneute Anschläge auf Bahnanlagen wie bei den vergangenen beiden Legida-Demos zu verhindern, rüstet sich die Bundespolizei am Montag für einen Großeinsatz.

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Brandanschlag im Vorfeld der Legida-Demo am 30. Januar: Auf der Bahnstrecke Leipzig-Grimma in Naunhof wurde ein Steuerungskasten anzündet und damit komplett zerstört.

Quelle: Thomas Kube

Leipzig. Zur vierten Demo des islamfeindlichen Bündnisses am 9. Februar sollen mehrere Hundertschaften zum Schutz von Reisenden und Bahnstrecken in und um Leipzig eingesetzt werden, teilte die Bundespolizeiinspektion am Freitag mit.

„Der Einsatz der Bundespolizei ist darauf ausgerichtet, die friedliche An- und Abreise der Versammlungsteilnehmer zu überwachen und Gefahren für Reisende und Bahnanlagen abzuwehren“, sagte ein Sprecher. Das Betreten von Gleisen an nicht dafür vorgesehenen Stellen sei verboten und werde strafrechtlich verfolgt.

Studenten planen Legida-Protest vor dem Hauptbahnhof

Am kommenden Montagabend will die Initiative „Leipzig gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Legida) erneut demonstrieren und rechnet dabei mit mehreren tausend Teilnehmern zur Kundgebung auf dem Augustusplatz und einem „Abendspaziergang“ auf dem Georgiring. Auch mehrere Gegenveranstaltungen sind bereits angekündigt. Unter anderem plant die studentische Initiative "Legida? Läuft nicht!" ab 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof.

Im Vorfeld der letzten beiden Legida-Aufmärsche am 21. und 30. Januar hatten Unbekannte Anschläge auf Schienen- und Signalanlagen verübt, mutmaßlich um die Anreise der Demo-Teilnehmer aus dem Umland zu erschweren. So wurden Signalkästen angezündet und Spangen an Gleisen und Schwellen angebracht. Wegen der teils erheblichen Schäden kam es zu tagelangen Behinderungen im Bahnverkehr in und um Leipzig.

Bislang keine Spur zu Bahn-Attentätern

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Die Legida-Kundgebung am 30. Januar auf dem Augustusplatz: Rund 1500 Menschen nahmen daran teil.

Quelle: André Kempner

Die Taten werden von den Ermittlern der linksextremen Szene zugerechnet. Von den Verursachern fehlt jedoch bislang jede Spur. Es ist davon auszugehen, dass die Bundespolizei – sie ist für die Sicherheit auf Bahnhöfen und an Gleisanlagen zuständig – nicht nur erneute Anschläge verhindern, sondern auch den Druck auf potentielle Attentäter erhöhen will.

Robert Nößler

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