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Pegida Für Weltoffenheit in Dresden: Deutsche Musikstars singen vor der Frauenkirche
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Legida und Proteste
13:41 26.01.2015
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Dorthin lädt der Verein „Dresden – Place to be“ ein, um ein Zeichen für ein buntes und weltoffenes Dresden zu setzen.

„Wir stehen nicht gegen, sondern für etwas: dass in Dresden auch Weltoffenheit gelebt wird“, betont Mitinitiator Gerhard Ehninger von Place to be e.V.. Davon soll auch die berühmte Skyline der Barockstadt zeugen: ein bunt angestrahlter Canaletto-Blick. Im Mittelpunkt stehen aber zahlreiche Künstler, die ohne Gage in Dresden auftreten. Herbert Grönemeyer, Jupiter Jones, Wolfgang Niedecken, Adel Tawil, Sarah Connor und viele mehr wollen ein Zeichen für Weltoffenheit setzen. Auch Keimzeit, Jeanette Biedermann und die Dresdner Bands Christian Friedel und Woods of Birnam, Banda Comunale und Yellow Umbrella treten auf. Die Auftritte sind zwischen 18 Uhr und 20.30 Uhr geplant. Statt Reden von Politikern sind kurze Statements geplant.

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Breites Bündnis - kein Steuergeld

Die Bühne steht gegenüber der Frauenkirche vor der Baugrube Jüdenhof. Quelle: Anja Schneider

Zu den Organisatoren gehören auch die Initiativen „Dresden für alle“ und „Weltoffenes Dresden“. „Es ist ein vielfarbiges Bündnis, das eines will: gegenseitige Toleranz und Respekt, aber auch Diskussionskultur“, betonte Ehninger. Statt Politikerreden wird es kurze Gespräche, Live-Statements etwa von Komiker Olaf Schubert sowie Videobotschaften von Menschen geben, die von Ausländerfeindlichkeit betroffen sind oder sich dagegen engagieren.

Im Gegensatz zu den Behauptungen von Pegida fließe für das Konzert kein Steuergeld, stellen die Organisatoren klar. Die Veranstaltung ist komplett privat finanziert. Die Künstler verzichten auf Gage, viele Helfer würden sich ehrenamtlich engagieren. Für bestehnde Kosten wie die Bühnentechnik werden zudem weiter Spenden erbeten.

Roland Kaiser bezog bereits Stellung

Herbert Grönemeyer tritt am Montag in Dresden auf und will für eine weltoffenere Gesellschaft werben. Quelle: Stephanie Pilick

Der Schlagersänger Roland Kaiser hatte bereits vor einigen Wochen auf einer Großkundgebung des Freistaats Sachsen Position bezogen und sich für Toleranz und Weltoffenheit in Dresden ausgesprochen. Bei der Aktion vor Frauenkirche am 11. Januar kamen Zehntausende Menschen zusammen. Kaiser appellierte damals an die Dresdner: "Wir können die vergangenen Wochen nicht zurückdrehen. Aber wir können heute damit anfangen, ein Zeichen zu setzen für Weltoffenheit und Toleranz.“

Die Rede von Roland Kaiser im

Casper mit deutlicher Position

Auch der Sänger und Rapper Casper, der im Sommer ein Konzert bei den Filmnächten am Elbufer plant, hatte sich bereits zu den Pegida-Kundgebungen geäußert. Via Facebook wehrte er sich gegen den Missbrauch seines Songtitels "Der Druck steigt", der bei anderen Ableger-Kundgebungen gespielt wurde. "Es ist ja zum glück so: »der druck steigt« tatsächlich, aber nicht so, wie Pegida sich das vorstellt. Überall in Deutschland regt sich Widerstand – gegen Pegida und ihre Ideologie. Für ein faires und tolerantes Miteinander der Ethnien und Religionen."

dbr/dpa

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