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Gegenproteste zum Pegida-Jubiläum - Polizei im Großeinsatz

Offenbar Anschlagsgefahr Gegenproteste zum Pegida-Jubiläum - Polizei im Großeinsatz

Dresden steht vor einem ereignisreichen Sonntag. Zum zweijährigen Bestehen der Pegida-Bewegung sind zahlreiche Gegenproteste geplant. Der Umgang mit den Demonstranten stößt auf Kritik. Doch offenbar fürchtet die Stadt einen Anschlag.

Pegida zieht zum zweijährigen bestehen durch Dresden. (Archivbild)

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Mit einer Kundgebung auf dem Dresdner Theaterplatz will das fremden- und islamfeindliche Pegida-Bündnis am Sonntag (12.00 Uhr) sein zweijähriges Bestehen feiern. Zahlreiche Gegenproteste sind angekündigt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, um Zusammenstöße wie vor einem Jahr zu verhindern.

Das Dresdner Ordnungsamt schränkte die Demonstrationen gegen den Pegida-Aufmarsch massiv ein. Wie die verschiedenen Anmelder der Reihe nach mitteilten, wurde der geplante Protest in Hör- und Sichtweite durch die Versammlungsbehörde unterbunden. Stand Samstagnachmittag wurden weder Kundgebungen noch Mahnwachen in der Nähe genehmigt.

Wie LVZ.de erfuhr, begründete die Stadt die Beauflagung telefonisch mit einer angeblichen Anschlagsgefahr durch Islamisten. Eine Stellungnahme von Stadt oder Polizei dazu stand am Samstagabend noch aus.

Zahlreiche Beamten im Einsatz

Die sächsischen Beamten werden von Kräften aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Thüringen und der Bundespolizei unterstützt. Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmer appellierte an die Kundgebungsteilnehmer, vom Recht auf Meinungsfreiheit nicht nur friedlich, „sondern auch mit Anstand und Respekt“ Gebrauch zu machen.

Ursprünglich wollte Pegida die Kundgebung am Montag abhalten. Da auf dem symbolträchtigen Platz vor der Semperoper aber bereits eine Gegendemonstration angemeldet war, wurde die Jubiläumsveranstaltung auf Sonntag vorverlegt. Die Stadt will am Montag mit einem Bürgerfest „Weltoffenheit“ demonstrieren.

Für Unmut bei den Pegida-Gegnern sorgte, dass ihr Protest nur in einiger Entfernung zu der Pegida-Kundgebung zugelassen wurde. „Zum Pegida-Geburtstag rollt die Dresdner Versammlungsbehörde den Pegidisten einmal mehr den roten Teppich aus und verhindert Gegenprotest in Sicht- und Hörweite“, kritisierte der Linken-Landtagsabgeordnete André Schollbach.

LVZ/dpa

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