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Pegida OSZE verurteilt Angriffe auf Journalisten in Deutschland
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Legida und Proteste
22:13 01.10.2015
Teilnehmer der Pegida-Bewegung (Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes) haben sich am Abend des 28. September auf dem Theaterplatz vor der Semperoper in Dresden versammelt. Quelle: dpa
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Wien/Dresden

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat den Angriff auf zwei Journalisten bei einer Pegida-Demonstration in Dresden verurteilt. Solche Gewalttätigkeiten bei Pegida-Zusammenkünften seien besorgniserregend, erklärte die OSZE-Beauftragte für Pressefreiheit, Dunja Mijatovic, am Donnerstag in Wien. „Wenn Journalisten nicht frei und sicher berichten können, sind die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Presse in Gefahr“, sagte Mijatovic einer Mitteilung zufolge. Sie forderte die Behörden in Deutschland auf, alles zu tun, um Medienvertreter zu schützen, die über Demonstrationen berichten.

Am Montagabend waren zwei Reporter bei der Kundgebung der fremdenfeindlichen Pegida von Unbekannten angegriffen worden. Ein DNN-Reporter bekam einen Faustschlag ins Gesicht, ein MDR-Mitarbeiter wurde getreten. Ähnliche Vorfälle gab es laut OSZE zuvor bereits in Leipzig und Braunschweig.

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