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Leipzig in Karten und Zahlen Leipzigs Tourismusbranche auf der Überholspur – 1,7 Millionen Gäste
Thema Specials Leipzig in Karten und Zahlen Leipzigs Tourismusbranche auf der Überholspur – 1,7 Millionen Gäste
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12:40 16.05.2018
Maren Heldmaier aus Stuttgart und Anna Gohla aus Karlsruhe am Leipziger Bachdenkmal. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
Leipzig

Die Zahl der Beschäftigten in der Tourismusbranche ist in der Messestadt in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Zum 30. Juni 2017 arbeiteten insgesamt 12.600 Menschen sozialversicherungspflichtig für das Wohl der Leipziger Gäste, heißt es aus dem Statistischen Landesamt. Seit 2008 sei diese Zahl jährlich um mehr als 2,5 Prozent angestiegen – so viel, wie in keiner anderen Tourismusregion des Freistaates.

In allen anderen sächsischen Reisegebieten lag der Zuwachs pro Jahr unter einem Prozent. Branchenkrösus ist zwar mit zuletzt 13.700 Beschäftigen immer noch Dresden – geht die Entwicklung so weiter, könnte die Leipziger Übernachtungs- und Eventbranche die der Landeshauptstadt aber in fünf Jahren eingeholt haben.

Bei der Zahl der Touristen pro Jahr legt Kleinparis tendenziell auch stärker zu als Elbflorenz. 2017 wurden laut Statistischem Landesamt 1,7 Millionen Gäste in der Messestadt gezählt und 2,2 Millionen in Dresden. Im Fünfjahresvergleich stieg die Zahl in der Messestadt um 26 Prozent an, in Landeshauptstadt um 13 Prozent. Geht die Entwicklung in diesem Bereich so weiter, kann sich die Übernachtungsbranche der Messestadt in fünf Jahren auch über mehr als zwei Millionen Besucher pro Jahr freuen.

Bei der Zahl der Herbergen und Gästebetten holt Leipzig mit zuletzt 128 Einrichtungen und mehr als 16.000 Schlafgelegenheiten ebenfalls weiter auf, hinkt aber noch deutlich hinter der Landeshauptstadt (177 Einrichtungen/22.000 Betten) hinterher. Allerdings: Während es in Leipzig gegenüber der Situation vor fünf Jahren inzwischen zehn Prozent mehr Hotels und Pensionen gibt, verringerte sich die Zahl der Einrichtungen in Dresden um sechs Prozent.

Bis die beiden größten sächsischen Kommunen in dieser Kategorie auf gleichem Niveau sind, werden aber wohl noch mehr als zehn Jahre ins Land gehen. Zudem ist die durchschnittliche Auslastung der Gästebetten in Dresden immer noch merklich besser als in Leipzig – zuletzt 54,4 Prozent an der Elbe gegenüber 51,9 Prozent an der Pleiße.

Nicht zuletzt auch interessant in den Zahlen des Statischen Landesamtes: In Dresden verringerte sich die durchschnittliche Verweildauer der Touristen in den vergangenen Jahren kontinuierlich, während sich die Reisenden für Leipzig immer mehr Zeit nehmen. Mit durchschnittlich 2,0 Verweiltagen in Dresden und 1,9 Tagen in Leipzig liegen beide sächsischen Metropolen nun fast gleichauf.

Von Matthias Puppe

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