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Ausstellungen Bastian Muhr im Museum der bildenden Künste Leipzig
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13:55 21.08.2018
Bodenarbeit Ohne Titel, 2018, 32 m x 5,80 m, Kreide auf Muschelkalkboden, Privatbesitz Quelle: Björn Siebert; © VG Bild-Kunst Bonn, 2018; courtesy Galerie Jochen Hempel, Leipzig/Berlin

Die Arbeiten des Leipziger Künstlers Bastian Muhr (*1981) sind Reflexionen über Bilder, ihre Entstehung und ihre Wahrnehmung. Mit reduzierten Mitteln schafft Muhr ein spannungsreiches Wechselspiel zwischen Sehen und Nichtsehen, Raum und Fläche, Leere und Dichte, Bewegung und Statik, Entwurf und Ausführung.

In seinen „Punktearbeiten“ setzt Muhr in gleichmäßigen Abstand Punkte neben- und untereinander und zeigt, wie der Punkt eine Zeichnung formen und behaupten kann. In dem langwierigen, monotonen Repetieren der Formen erscheint das Werk wie eine mechanische Wiederholung. Für die Betrachter sind die Arbeiten eine Herausforderung. Auf dem ersten und zweiten Blick ist kaum etwas Eindeutiges zu erkennen. Erst der Blick aus der Nähe offenbart die zarten Punkte  und Konturen. 

In den Blei- und Buntstiftzeichnungen bearbeitet Bastian Muhr verworfene Skizzen für Gemälde und schraffiert – mit weichem Blei- oder „Regenbogenstift“– die Freiräume der Linienzeichnungen aus. In den alten Strukturen der Skizzen sucht er mit dem Stift neue Linien und Flächen. Seit einigen Monaten greift Muhr auch zu Ausmalbüchern, deren Flächen er mit schwarzen Filzschreibern ausschraffiert.  Seine Linien setzt er den maschinell vorgegeben Linien und Leerflächen entgegen.

Bastian Muhr verlässt immer wieder die vertrauten, handlichen Papier- und Leinwandformate. Er sucht Flächen wie die Wand oder den Fußboden, um die Linien in den ausstellungsraum zu führen und den Raum temporär zu öffnen.

Für die Ausstellung im MdbK Leipzig hat der Künstler seine bisher größte Zeichnung geschaffen: Über mehrere Wochen hat er eine einfache sich wiederholende Form mit Kreidestift auf den Boden der zentralen Halle in der ersten Etage aufgetragen. Wie seine zarten Punktearbeiten ist auch diese raumfüllende, über 200qm große, temporäre Arbeit nur mit den Augen, in der Einnahme unterschiedlicher Standpunkt und in Bewegung erfahrbar.

Bastian Muhr – Kante
22. März bis 17. Juni 2018

Begleitprogramm:

23.05.2018, 18 Uhr: Künstlergespräch in der Ausstellung mit Bastian Muhr und Andreas Schalhorn /Kupferstichkabinett Staatliche Museen zu Berlin

Emdebeka7+ für Kinder ab 7 Jahren: 15. April, 22. April jeweils 10.30 Uhr.

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