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Künstlergruppe befasst sich mit Gemälde "Bärenhetze"

Museum der bildenen Künste Leipzig Künstlergruppe befasst sich mit Gemälde "Bärenhetze"

Die Projektgruppe "Formation 7" stellt bis zum 25. Februar 2018 im Museum der bildenen Künste aus. Das Thema der Schau "1. Akt, Hatz" ist der Bezug der Künstler auf eine gemeinsam gewählte künstlerische Position - das Gemälde "Bärenhetze" von Carl Borromäus Andreas Ruthart aus dem 17. Jahrhundert.

In der Ausstellung "1. Akt Hatz" befasst sich die Künstlergruppe "Formation 7" mit dem Gemälde "Bärenhetze" von Carl Borromäus Andreas Ruthart.

Quelle: André Kempner

In unterschiedlichen Medien – von der Malerei über Installation und Videokunst bis hin zur Performance – haben die Künstler auf Rutharts Bärenhetze künstlerisch reagiert und im brühlseitigen Eingangshof des Museums ihren "1. Akt, Hatz" inszeniert. Dieser kann kostenfrei besichtigt werden.

Die Projektgruppe "Formation 7" stellt bis zum 1. Januar 2018 im Museum der bildenen Künste Leipzig aus. Das Thema der Schau ist der Bezug auf das Gemälde "Bärenhetze" von Carl Borromäus Andreas Ruthart.

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Projektgruppe "Formation 7"

Mit dem Bewusstsein für grundsätzliche Fragen, die sich heute stellen, hat sich 2017 die Projektgruppe "Formation 7" gebildet. Diese besteht aus sechs in Leipzig lebenden Künstlerinnen und einem kooptierten Mann: Anja Heymann, Marie Carolin Knoth, Mandy Kunze, Petra Polli, Oskar Rink und Susanne Wurlitzer.

Einmal im Jahr setzen sie sich mit ihrem jeweils eigenen Werk in Beziehung zu einer gemeinsam gewählten 7. künstlerischen Position. Diese wiederum kann sich auf die Vergangenheit, wie aber auch auf die Gegenwart beziehen. Entscheidend für die Projektgruppe ist es, dass die Auseinandersetzung mit der externen Position in einem offenen Dialog und intensiven Prozess des Austausches passiert.

Bezug zum Gemälde "Bärenhetze"

In diesem Jahr fiel die erste gemeinsame Wahl von "Formation 7" auf das Gemälde "Bärenhetze" aus dem 17. Jahrhundert von Carl Borromäus Andreas Ruthart. Es befindet sich im Museum der Bildenden Künste Leipzig und zeigt eine Szene, die von Brutalität und Gewalt geprägt ist. Es ist ein Sinnbild der Hackordnung, in dem der Stärkere über den Schwächeren triumphiert.

Das Sujet der Jagd und der Hetze wurde schon zu Rutharts Zeit als Inhaltsträger sozialer, politischer oder auch religiöser Vorgänge begriffen. Angesichts der konfliktreichen Zeit, in der wir heute leben, hat die Entscheidung von "Formation 7" für Rutharts Gemälde eine gesellschaftliche Relevanz. Sie bietet viele Anknüpfungspunkte an das, was die Gegenwart umtreibt.

Das Format der Bezugnahme

Eine Auseinandersetzung mit den künstlerischen Positionen anderer, wie hier durch "Formation 7", hat es immer gegeben. Ruthart selbst bezieht sich, was die Thematik und auch die Komposition seiner "Bärenhetze" betrifft, auf flämische Künstler des 17. Jahrhunderts. Insbesondere Gemälde von Paul de Vos und von Frans Snyders ("Die Münchner Bärenjagd" / Bayerische Staatsgemäldesammlungen München) dienten ihm als Vorbild. Auch zu Rubens Gemälde "Merkur und Argus" aus der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden lassen sich Bezüge herstellen.

"1. Akt, Hatz" von "Formation 7"
verlängert bis zum 25. Februar 2018
im Museum der bildenden Künste Leipzig

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