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Leipziger Künstlerin bearbeitet Tabu-Thema menschliche Menstruation

Museum der bildenden Künste Leipzig Leipziger Künstlerin bearbeitet Tabu-Thema menschliche Menstruation

Petra Mattheis befasst sich in einer wandfüllenden Arbeit unter dem Titel "Riding the Red Tide" mit dem oft tabuisierten Thema Menstruation. Die Bilder der Leipziger Künstlerin sind vom 27. Oktober 2017 bis zum 7. Januar 2018 im Museum der bildenden Künste Leipzig zu sehen.

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Zum Thema menschliche Menstruation hat Petra Mattheis im Jahr 2017 das Bild "Red Dawn & Heavy Flo" (Detail) gestaltet.

Quelle: regentaucher.com

"Riding the Red Tide" gehört zur Werkreihe "Become a Menstruator". Mit dem Projekt hinterfragt die Künstlerin unser Körperbild von menstruierenden Menschen und unseren Umgang mit dem monatlichen Blut. Die Ausstellung ist vom 27. Oktober bis zum 7. Januar im Museum der bildenden Künste in Leipzig zu sehen. Geöffnet ist das Museum täglich (auch an Feiertagen) von 10 bis 18 Uhr außer mittwochs, da gilt die Zeitvon 12 bis 20 Uhr.

Petra Mattheis arbeitet in Leipzig, studierte an der Kunsthochschule Mainz und ist Meisterschülerin der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Für die Schau in Leipzig realisierte sie erstmalig eine wandfüllende Arbeit, die sich diesem oft tabuisierten Thema Menstruation widmet. So blickt die Künstlerin in all die flaumig bemoosten Ecken des menschlichen Körpers, deren Existenz ignoriert und verschwiegen wird.

Bild unseres Körpers

Intimität, Scham und Begehren sind trotz der digital bearbeiteten Oberflächen unserer Konsumgesellschaft immer bei uns, in uns. Instagram zensiert Bilder von weiblichen Brustwarzen, Schamhaaren und Menstruationsblut, hat aber kein Problem mit Körpertrends wie Thigh Gaps (Lücke zwischen den Oberschenkeln bei geschlossenen Beinen) oder Collar Bones (hervortretende Schlüsselbeine). Es wird gelöscht, was nicht dem durch Medien und Werbung verzerrten übersexualisierten Bild des Körpers entspricht. Intimität wird hingegen oft als Regelbruch verstanden und nicht akzeptiert.

Druck auf Baumwollpapier

Die Drucke von Petra Mattheis thematisieren das Menstruationstabu und unseren Umgang mit dem monatlichen Blut. Für jedes ihrer fruchtbaren Jahre entsteht ein Hochdruck auf Baumwollpapier, jeweils in der Auflage der Perioden des entsprechenden Jahres. Auf den Prints zu sehen sind alte wie auch zeitgenössische Symbole der Fruchtbarkeit, Weiblichkeit und Menstruation.

"Riding the Red Tide"
im Museum der bildenden Künste
vom 27. Oktober 2017 bis 7. Januar 2018

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