Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Header Special Leipziger Museen
Google+ Instagram YouTube
Verlängert: Projekt „Räume der Kunst“ präsentiert zweite Ausstellung

Galerie für Zeitgenössische Kunst Verlängert: Projekt „Räume der Kunst“ präsentiert zweite Ausstellung

Die Ausstellung „Räume der Kunst - Teil 2“ in der Leipziger Galerie für Zeitgenössische Kunst wurde verlängert. Bis zum 25. Februar 2018 stellen drei Künstler aus, die sich in Filmen, Präsentationen und Zeichnungen mit Erfahrungen, Erinnerungen und sozialen Organisationsformen auseinandersetzen.

Voriger Artikel
Museum für Druckkunst präsentiert Finnische Plakate seit 1853
Nächster Artikel
23. Leipziger Kinder- und Jugendkunstausstellung lädt ein

Eric Baudelaire zeichnet in seinen Filmen (hier eine Szene) prägende, mitunter traumatische Erfahrungen historischer oder aktueller Anlässe nach.

Quelle: PF

Die Künstler Eric Baudelaire, Céline Condorelli und Karl Nawrot gestalten in der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) die zweite Schau des Projekts „Räume der Kunst“.

Mit den ausstellenden Künstlern werden drei ästhetisch markante und inhaltlich pointierte künstlerische Positionen vorgestellt. Während Baudelaire in historischen und aktuellen Recherchen die Spuren von prägenden, mitunter traumatischen Erfahrungen filmisch nachzeichnet, lässt sich Nawrots grafisches Interesse an (Erinnerungs-)Orten als eine mentale Topografie beschreiben. Die installativen Arbeiten von Condorelli lassen wiederum ihre Beschäftigung mit der Wechselwirkung von räumlichen und sozialen Organisationsformen erkennen.

Bis zum 28. Januar 2018 zeigt die Galerie für Zeitgenössische Kunst die Ausstellung „Räume der Kunst - Teil 2“. Drei Künstler setzen sich in Filmen, Präsentationen und Zeichnungen mit Erfahrungen, Erinnerungen und sozialen Organisationsformen auseinandersetzen.

Zur Bildergalerie

Filme des Eric Baudelaire

Im Rahmen eines öffentlichen Auftrags arbeitet Eric Baudelaire, Preisträger des Kunstpreises Europas Zukunft, seit Frühjahr 2015 mit Schülern der Gesamtschule Dora Maar in Saint Ouen zusammen. Sein Projekt ist eine Erweiterung der traditionsreichen Ein-Prozent-Regelung für Kunst am Bau. Im Zeitraum von vier Jahren entsteht eine Reihe von vier Filmen oder, wie der Künstler es formuliert, ein Film in vier Zeiten. Während der Produktion verändert sich nicht nur das Alter der Schüler, vielmehr wandelt sich auch ihre Weltanschauung, die Art und Weise und die Fähigkeit, über eigene Erfahrungen und größere soziale Zusammenhänge zu berichten. Parallel dazu erlernen sie Fertigkeiten und Techniken des Filmemachens, von der Konzeptphase über Dramaturgie bis hin zur Rollenbesetzung, Aufnahme, Schnitt und Nachbearbeitung.

Präsentationen der Céline Condorelli

Céline Condorelli arbeitet im Spannungsfeld von Kunst, Design und Architektur und interessiert sich für die Wechselwirkung von Räumen und sozialen Organisationsformen - für die Handlungsmöglichkeiten, die Räume anbieten und für individuelle und kollektive Verhaltensformen, die sie befördern. Für die Leipziger Präsentation fokussiert sie sich auf historische und aktuelle Ausstellungsmodelle: auf die emanzipatorische Qualität von verräumlichten Inhalten einerseits und auf die Art und Weise, in der museale Anordnungen die Rolle und das Verhalten der Betrachter prägen und beschränken. Ausgehend vom Café bau bau, den Condorelli 2014 im Auftrag der GfZK neu gestaltet hat, sollen drei Installationen erarbeitet werden, die sich mit der erzählerischen Qualität von Formen und der sozialen Wirkung von räumlichen Strukturen auseinandersetzen.

Zeichnungen des Karl Nawrot

Die Beschreibung und das Nachzeichnen von Räumen ist auch das Kernthema von Karl Nawrot, dem Preisträger des Inform-Preises für konzeptuelles Design. Zeichnete er zunächst imaginäre Räume, so beschäftigte er sich später mit der grafischen Erinnerung von reellen Räumen. Die gezeichnete Linie, die mal spielerische, mal scharfe Markierungen vornimmt, dient dabei als eine Art visuelles Leitsystem. Sie verknüpft wiederkehrende Elemente von Nawrots Formsprache zu immer neuen Kompositionen und Raumansichten. Nawrot verfolgt damit eine kritische Auseinandersetzung mit Räumen. Interessant ist dabei, wie er in seinen Zeichnungen Übergänge zwischen bildender Kunst, Architektur und Grafik Design schafft und die Variationen zur Entwicklung von typografischen Systemen verwendet. Nawrots künstlerische Arbeit nimmt oft auch die Form von veränderbaren, matrixähnlichen Objekten und von grafischen Schautafeln an.

Projekt „Räume der Kunst“

Das Ausstellungskonzept „Räume der Kunst“ nimmt den gesellschaftskritischen Kunstbegriff der GfZK sowie den kontinuierlichen Versuch, ästhetische Erfahrung und Alltagswelt miteinander zu verknüpfen, zum Ausgangspunkt. In einer Ausstellung mit künstlerischen Neuproduktionen und Vermittlungsprojekten in- und außerhalb der Institution werden Wirkungsfelder der zeitgenössischen Kunst erforscht.

Teil 1 der Ausstellung

Im ersten Teil von „Räume der Kunst“ stellen Lars Bergmann, Martin Beck und Suse Weber im Neubau aus. Dabei handelt es sich um drei zusammenhängende Einzelausstellungen, die ineinandergreifen und doch autark bleiben. Die Künstler verfolgen sehr unterschiedliche Praktiken im Umgang mit Raum und Institution. Lars Bergmann legt Strukturen des Neubaus frei und lässt die Räume selbst performen. Suse Weber sprengt das Format Ausstellung und inszeniert ein Hybrid aus Installation und Oper. Martin Beck transferiert Strukturen aus der Vergangenheit in eine neu zu codierende und verhandelbare Gegenwart. Jede  Arbeit fordert zu einer neuen Orientierung auf, die mal physisch ist oder ausschließlich im Kopf stattfindet. Die Ausstellung war von Januar bis Mai 2017 in der GfZK zu sehen.

"Räume der Kunst - Teil 2"
vom 28. Oktober 2017 bis 25. Februar 2018
in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Ausstellungen
Google-Karte mit Einträgen aller teilnehmenden Leipziger Museen

Alle Museen von A - Z: Adressen, Öffnungszeiten, Kontaktinfos finden Sie hier: mehr

Eintritt frei!

Einige Museen bieten an bestimmten Tagen kostenlosen Zugang zu ihren Austellungen. Eine aktuelle Übersicht finden Sie hier. Jetzt sparen!