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Universität Leipzig informiert zur eigenen Rolle während der Reformation

Schau(en) des Monats November Teil 1 Universität Leipzig informiert zur eigenen Rolle während der Reformation

Die Kunstsammlung im Rektoratsgebäude der Universität Leipzig öffnet anlässlich des Reformationsjubiläums. Bis zum 9. November 2017 informiert eine Ausstellung zur Entwicklung der Universität während der Reformation. Die Schau ist montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

Zahlreiche Kunstwerke aus dem historisch gewachsenen Besitz der Leipziger Universität spiegeln die Verbindungen zur reformatorischen Bewegung. So das "Gruppenportrait vier italienischer Humanisten in nördlicher Landschaft" von einem unbekannten deutschen Meister des 16. Jahrhunderts.

Quelle: Marion Wenzel (Kustodie Universität Leipzig)

Die Geschichte der Leipziger Universität ist eng mit der Reformation verknüpft. Schon ihre Gründung 1409 stand im Zusammenhang mit durch Jan Hus geprägte Reformen an der Prager Mutteruniversität. Bei der Verbreitung und Etablierung des reformatorischen Gedankenguts spielten die Universitäten eine zentrale Rolle, formten sie doch die Eliten der kommenden Generationen. Insbesondere dem Theologiestudium kam strategische Bedeutung zu, da die künftigen Pfarrer wirkmächtige Multiplikatoren in der Gesellschaft darstellten.

Kunstwerke spiegeln Reformation

Zahlreiche Kunstwerke aus dem historisch gewachsenen Besitz spiegeln die Verbindungen zur reformatorischen Bewegung und verdeutlichen die Rolle der Universität Leipzig in dieser Zeit. Die Schau im Rektoratsgebäude der Universität Leipzig ist montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen. An Wochenenden und Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen. Für Führungen melden Sie sich an - telefonisch unter der Nummer 0341-9730170 oder per E-Mail an kustodie@uni-leipzig.de.

Die Geschichte der Leipziger Universität ist eng mit der Reformation verknüpft. Bis zum 9. November 2017 informiert eine Sonderausstellung im Rektoratsgebäude zur Entwicklung der Universität während dieser Zeit.

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Verbindung zu Dominikanerkloster

Die Ausstellung beginnt mit einem Rückblick auf die vorreformatorische, katholische Universität Leipzig und das örtliche Dominikanerkloster. Die Mönche des Dominikanerklosters St. Pauli und die unmittelbar benachbarte Universität pflegten bis in die Reformationszeit in Lehre und Studium gemeinschaftliche Beziehungen. Allerdings war auch Luthers Gegenspieler, der Ablassprediger Johann Tetzel, eine Zeit lang Lehrer am Kloster St. Pauli. Klösterliche Kunstwerke und Andachtsbilder verdeutlichen die Glaubenswelt dieser Zeit.

Reiche und attraktive Lehranstalt

Nach der Reformation erfolgt ein inhaltlicher und struktureller Wandel im Bildungswesen allgemein, besonders aber auch innerhalb der Universität Leipzig. Die Übereignung der Klostergebäude und weiteren Grundbesitzes durch Kurfürst Moritz 1544 stellen die Hochschule finanziell auf eine neue Grundlage: Die Universität wird zur reichsten und attraktivsten deutschen Lehranstalt mit lutherischem Bekenntnis. Zentrale universitäre Ämter werden mit Vertretern der neuen Konfession, wie Caspar Borner oder Joachim Camerarius, besetzt. An einer humanistischen Bildungsreform in Leipzig hat besonders Philipp Melanchthon großen Anteil. Die theologische Fakultät entwickelt sich zu einer der wichtigsten Institutionen der lutherisch ausgerichteten Theologie. In den Bildwelten der Epitaphien zeigt sich eindrucksvoll der geistige Wandel der Gelehrten zum evangelischen Glauben.

Reformations-Rezeption in der DDR

Das Reformationsgedenken wurde bis weit in das 20. Jahrhundert von der Verklärung Luthers geprägt. Die Ausstellung schließt mit einer Betrachtung der Reformations-Rezeption aus der Zeit der DDR: Gezeigt werden Darstellungen des Bauernkriegs in Gemälden und Graphiken der Leipziger Schule, beispielsweise von Zander, Stelzmann oder Ratzlaff.

"Die Universität Leipzig und die Reformation"
Kunstsammlung der Universität Leipzig
Sonderöffnung vom 12. Oktober bis 9. November 2017

Zum Teil 2 der Schau(en) des Monats November erhalten Sie demnächst mehr Informationen. Es handelt sich um die Sonderschau "Transformationen. Von der Universitätskirche zum Paulinum", die die Kustodie vom 17. November 2017 bis zum 20. Februar 2018 in der Galerie im Neuen Augusteum zeigt.

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