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Ausstellungen Weltweit erste Foto-Ausstellung seit dem Tod des chinesischen Künstlers Ren Hang
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15:39 25.10.2017
Faszinierend, provokativ, direkt auch erotisch aber nie pornografisch sind die Fotografien des chinesischen Künstlers Ren Hang (1987–2017). Zu sehen sind sie in einer Schau im Leipziger Museum der bildenden Künste. Quelle: PM

Die Fotografien des chinesischen Künstlers Ren Hang (1987–2017) faszinieren durch ihre provokative und direkte Bildsprache, sie sind explizit erotisch, doch nie pornografisch. Denn zugleich sind Ren Hangs Arbeiten ästhetisch, humorvoll, poetisch und politisch. Die polarisierenden Fotografien waren bislang nur vereinzelt in Ausstellungen in Deutschland zu sehen. Die Schau in Leipzig ist die erste umfassende Museumsausstellung weltweit seit dem Freitod des Künstlers.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit Ostlicht (Wien) realisiert und ist vom 27. Oktober 2017 bis zum 7. Januar 2018 zu besuchen. Das Museum der bildenden Künste ist täglich (auch an Feiertagen) von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mittwochs jedoch gilt die Zeit von 12 bis 20 Uhr.

Analoge Fotografie

Ren Hang war ein Anhänger der analogen Fotografie. Seine mit einer einfachen Kompaktkamera aufgenommenen Bilder erzählen von Gefühlen, von Beziehungen, von Sehnsüchten, Angst und Einsamkeit der jungen Generation in China. Als Modelle wählte Ren Hang ausnahmelos junge Frauen und Männer – meist Freunde des Künstlers. Nackt, in oftmals akrobatischen Posen, mit aufforderndem Blick in die Kamera, sprechen Ren Hangs Bilder eine klare Sprache: Wir sind da. Wir schämen uns nicht. Wir lassen uns nicht unterdrücken.

Rebellion der chinesischen Jugend

Sie repräsentieren die heimliche Rebellion der chinesischen Jugend gegen die überkommenen moralischen und sozialen Regeln der Elterngeneration - eine höchst ästhetische Rebellion mit nackten Körpern, die als formbare Plastiken einen Abstraktionsgehalt erreichen, der intime Übergriffigkeit unterbindet. Die Modelle sind anonym, die Bilder tragen weder Titel noch Datum. Jedes Foto ist ein namenloses, zeitloses und ortsunabhängiges Ausrufezeichen.

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Soziale Medien genutzt

Abgesehen von seiner Vorliebe für die analoge Fotografie war Ren Hang ein Digital Native, der die Öffentlichkeit und Verbreitungsgeschwindigkeit durch die Sozialen Medien zu nutzen wusste. Mit seinen Bildern auf Webseiten, bei Facebook, Instagram und Flickr exponierte er sich und seine Kunst, und hatte hunderttausende Anhänger. Das alles gefiel der chinesischen Zensurbehörde überhaupt nicht. Die verantwortlichen Kulturpolitiker haben Ausstellung seiner Arbeiten in China untersagt, seine Social Media Accounts abgeschaltet und ihn mehrfach inhaftiert.

Ren Hangs Fotografien
im Museum der bildenden Künste
vom 27. Oktober 2017 bis 7. Januar 2018

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