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13:33 05.01.2016
Modell der historischen Treppenhausleuchte Quelle: André Kempner

Mit maßgeblicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Leipzig konnte dieser letzte Schritt zur Vollendung der umfassenden Rekonstruktion des Grassimuseums realisiert werden.

Die Architektur des Leipziger Grassimuseums verzaubert Besucher aus Nah und Fern. Unbestritten zählt das von 1925 bis 1929 errichtete Gebäude zu den bedeutendsten Art déco-Bauensembles in Deutschland. Es steht insbesondere für den sogenannten Zackenstil, jener Variante des Art déco, die spitzwinklig-kristalline Formensprache, Expressivität, Farbfreude und Eleganz verbindet. Infolge der Veränderungen in der NS-Zeit, der Kriegszerstörungen und jahrzehntelanger Vernachlässigung waren viele wichtige Details des Grassigebäudes verloren gegangen.

Im Zuge der Generalsanierung des Museums (2000 bis 2005) und nachfolgender Projekte erhielt das Haus seine wichtigsten ikonenhaften Gestaltungsmomente zurück – so die goldene Dachbekrönung, die Innenarchitektur der Pfeilerhalle und die Josef-Albers-Fenster. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung war gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig bei all diesen Prozessen beispielhaft engagiert.

Um die ganzheitliche Wirkung des Hauses abzurunden, bestand seit Langem der Wunsch nach Rekonstruktion der acht Aufsatzleuchten im Haupttreppenhaus. Diese Leuchten wurden ursprünglich von der Berliner Firma Max Krüger entworfen und ausgeführt. Die 138 cm hohen, auf Sockeln stehenden Leuchten aus schimmerndem Messing und milchig weißem Überfangglas korrespondieren mit den Leuchten in der Pfeilerhalle und wirken auf Grund ihres edlen Materials und des sanften Lichts erhaben. Die Sockelplatte der ersten Leuchte ist mit einer Inschrift versehen, die neben den äußeren Daten der Rekonstruktion das großartige Engagement Claus Friedrich Holtmanns, des langjährigen Geschäftsführenden Präsidenten des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und Vorsitzenden des Vorstandes der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, würdigt, der 2013 verstorben ist.

Als Planer fungierte der Architekt Dipl.-Ing. Michael Haselbach, Firma „M 1:1“, Erfurt, der bereits an der Rekonstruktion der Leuchten in der Pfeilerhalle wichtigen Anteil hatte. Mit der auf denkmalgerechte Lösungen spezialisierten Leuchtenbaufirma Paul Lorenz aus Chemnitz stand dann ein Handwerksbetrieb der Denkmalpflege zur Seite, der bereits die Leuchten in der Pfeilerhalle und am Außenportal Prager Straße rekonstruiert und sich damit deutschlandweit einen Namen gemacht hatte. Während die äußere Gestalt der Leuchten haargenau den historischen Vorbildern folgt, ist die Lichttechnik im Innern nach neuestem technischen Standard auf LED-Basis angelegt.

PM

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