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12:29 11.10.2018
Übergabe der Objekte an das Museum: (v.l.n.r.) Dr. Olaf Thormann (Direktor GRASSI Museum für Angewandte Kunst), Senitza Kahle und Jochen Wissemeier (Doris Günther-Stiftung Leipzig) Quelle: Alexander Schmidt / Punctum

Insgesamt 39 Keramik-, Glas- und Metallobjekte bereichern ab sofort die Ständige Ausstellung „Antike bis Historismus“. Sie stammen alle aus einer privaten Sammlung.

Christopher Dressers (1834 – 1904) gilt als Pionier des Industriedesigns und als Vorbote der Moderne. Dresser studierte 1847-1854 an der Government School of Design in London, von 1855  bis 1868 war er dort selbst Lehrer. Lange schwankte er zwischen der Kunst und der Beschäftigung mit Botanik, verfasste mehrere Aufsätze und Bücher sowohl zu Kunstfragen als auch zu Themen der Pflanzenkunde. 1860 erhielt Christopher Dresser die Ehrendoktorwürde der Universität Jena. Nachdem er sich im selben Jahr vergeblich für den Botanik-Lehrstuhl an der University of London bewarb, gründete er ein eigenes Atelier.

Von Anfang an entwarf Christopher Dresser Formen, die sich seriell fertigen lassen. Dresser wurde so quasi zum Vater des Industriedesigns. Er lieferte für mehr als 50 Unternehmen Entwürfe für Metall-, Glas- und Keramikobjekte. Im Gegensatz zu den Kunsthandwerkern der Arts & Crafts Bewegung schien für Christopher Dresser sehr wohl die Verbindung von industrieller Serienfertigung und hochwertigem Design möglich. Seine Entwürfe sind nicht nur ihrer eigenen Zeit voraus, sondern weisen in ihrer künstlerischen Auffassung weit in die Zukunft. Durch seine Kenntnis des japanischen Kunsthandwerks und seine Begeisterung für dessen klare Formen, sind die von Dresser entworfenen Gefäße und Gegenstände schlicht und streng geometrisch konstruiert. Viele der bereits ab den 1860er Jahren entworfenen Metallgeräte scheinen den Funktionalismus der 1920er Jahre vorwegzunehmen.

Zum Thema: Mehr Infos und News aus den Leipziger Museen!

Der Hildesheimer Metallkünstler und Keramiker Werner Bünck hat sich intensiv mit dem Werk Dressers beschäftigt und über viele Jahre hinweg eine bedeutende Sammlung seiner Arbeiten aufgebaut. Aus seinem Eigentum konnten die Dresser-Arbeiten für Leipzig erworben werden. Sie werden jetzt in drei speziell neu dafür gefertigten Vitrinen in der Dauerausstellung präsentiert. Das Konzept für die Umgestaltung des Ausstellungsraumes Gestaltung des Raumes lag bei Jürgen Böhme/ Leipzig.

Die Doris Günther-Stiftung Leipzig unterstützt das GRASSI Museum für Angewandte Kunst seit vielen Jahren mit gezielten Ankäufen von exklusivem Kunsthandwerk auf höchstem Niveau, die der internationalen Reputation des Hauses förderlich sind.

PM/red.

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