Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
News Jahrestag der Wiedereröffnung des Ägyptischen Museums gefeiert
Thema Specials Leipziger Museen News Jahrestag der Wiedereröffnung des Ägyptischen Museums gefeiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Schau!, das Leipziger Museumsportal - eine Sonderveröffentlichung von LVZ.de
15:57 19.05.2016
Das Kroch-Hochhaus am Augustusplatz (rechts im Bild), Sitz des Ägyptischen Museums "Georg Steindorff" der Universität Leipzig Quelle: Marion Wenzel/Universität Leipzig

"Seit vier Jahrzehnten ist unser Museum ein fester Bestandteil der Kulturlandschaft in Leipzig und ein Reiseziel für Ägyptologen aus aller Welt", sagt Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums Leipzig. Die deutsche Geschichte spiegle sich auch in der Geschichte der Sammlung altägyptischer Objekte wider, die es seit 1842 in der Alma mater Lipsiensis gibt. Von der Kaiserzeit bis heute habe sie sich zur größten akademischen Leersammlung im deutschsprachigen Raum entwickelt.

Der hierfür hauptverantwortliche heutige Namenspatron, der Ägyptologe Georg Steindorff (1861 bis 1951), wurde während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft vertrieben und musste aus dem amerikanischen Exil die Zerstörung von gut einem Viertel der Bestände des Museums im Zweiten Weltkrieg verfolgen. Zur turbulenten Historie gehört der Transport eines großen Teils der Objekte nach Moskau und deren Rückführung nach Leipzig im Jahr 1958.

Mitarbeiter forcierten Wiedereröffnung

Die Mitarbeiter des Museums forcierten vor 40 Jahren die Wiedereröffnung der bedeutenden Bestände für die breite Öffentlichkeit - auch zur Rettung des Faches Ägyptologie an der Universität Leipzig. Die Lehrschausammlung ist neben ihrer Rolle im Universitätsunterricht in zahlreiche nationale und internationale Forschungs- und Ausstellungsprojekte eingebunden.

Zugleich wird mit den Ausgrabungen im Tempel von Heliopolis weiter das Ziel verfolgt, die Instituts- und Museumsarbeit mit Forschungsprojekten in Ägypten zu verbinden. "Die altägyptische Kultur ist nicht selbsterklärend, so sehr sie im Einzelnen vertraut wirkt. Kenntnisse darüber können wir an Interessierte innerhalb wie außerhalb der Universität unter anderem durch Führungen und Sonderausstellungen im Museum sowie Vorträge über die Ausgrabungen in Ägypten vermitteln", betont Raue.

7.000 Objekte auf über 500 Quadratmetern

An dem neuen Standort, dem Kroch-Hochhaus am Augustusplatz, können das Ägyptologische Institut und das Museum seit 2010 den vollen Bestand von 7.000 Objekten präsentieren. Auf über 500 Quadratmetern bieten die Räumlichkeiten, die sich über zwei Stockwerke erstrecken, ausreichend Platz, um nahezu den gesamten Bestand der ägyptologischen Lehrschausammlung zu präsentieren.

PM/red.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der achten gemeinsamen Museumsnacht in Halle und Leipzig empfingen am Samstagabend 80 Museen und Sammlungen unter dem Motto „Zauber“ Besucher in beiden Städten. Mehr als 20.000 Menschen ließen sich treiben.

08.11.2016

Mit dem Werkkomplex Herakles Konzept des Leipziger Künstlers und Filmemachers Lutz Dammbeck (*1948) hat das Museum der bildenden Künste Leipzig eine frühe und wichtige Position intermedialer Kunst in der DDR und einen der wichtigen medienübergreifenden Werkkomplexe in der deutschen Kunst der letzten 30 Jahre für Leipzig gesichert.

10.05.2016

Auf Initiative der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen zeigt das Museum der bildenden Künste Leipzig in Kooperation mit dem Goethe-Institut Vietnam die Ausstellung „Storyteller“. Die Ausstellung findet im Nationalen Kunstmuseum Vietnam in Hanoi und im benachbarten Goethe-Institut statt.

04.04.2016