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Sicherheit Leipzig 10 Expertentipps für die Datensicherung
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13:24 09.11.2018
Ist erst einmal eine externe Festplatte angeschafft, geht das Backup leicht von der Hand. Quelle: Henrik Josef Boerger/dpa
  1. Als grundsätzliche Regel gilt: Setzen Sie mindestens zwei Sicherungen auf – also zusätzlich zu den zu sichernden Ursprungsdaten.
  2. Am besten nehmen Sie dafür zwei externe HDD-Festplatten. SSD- beziehungsweise Flashspeicher sind aufgrund ihrer Funktionsweise nicht als dauerhafte Sicherungsmedien geeignet. HDD-Speicher gibt es in unterschiedlichen Qualitätsstufen, die von einigen Herstellern mit einem Farbsystem markiert sind. Je nach Farbe verfügen diese über eine höhere oder niedrigere Verarbeitungsqualität und kosten dementsprechend mehr oder weniger.
  3. Sichern Sie Ihre Daten auf beiden Festplatten je einmal ab. Dies können Sie manuell machen oder eine Backup-Software dafür nutzen, die in einem eingestellten regelmäßigen Rhythmus die Daten sichert; etwa einmal die Woche, pro Monat etc. Vorsicht vor kostenlosen Varianten: Wer auf der sicheren Seite sein will, nimmt lieber etwas Geld in die Hand für Programme wie Ashampoo Backup oder Acronis True Image.
  4. Nutzen Sie zwei unterschiedliche Festplatten, also entweder aus unterschiedlichen Baureihen oder von verschiedenen Herstellern. Denn auch HDD-Festplatten haben eine bestimmte Halbwertszeit. Das könnte dazu führen, dass beide Sicherungen genau im gleichen Zeitraum ausfallen.
  5. Auf jeden Fall beachten: Stecken Sie die Sicherungsfestplatten immer für die Sicherung an und dann wieder ab. So schützen Sie sich vor so genannten Crypto-Trojanern, die alle verbundenen Geräte befallen und Daten in „Geiselhaft“ nehmen.
  6. Zusätzlich kann eine dritte Sicherung in der „Cloud“, also auf Serverspeichern im Internet, eingerichtet werden. Manche Backup-Software-Anbieter wie Acronis bieten diesen Dienst mit an und sind als seriöse Unternehmen auch an einem zuverlässigen Schutz ihrer Server und damit Ihrer Daten interessiert. Hier sollten die Daten vor dem Hochladen auch verschlüsselt werden (AES-Verschlüsselungsalgorithmus, Verschlüsselungstiefe von 256 Bit), dann sind die auch auf dem Weg durchs Internet in die „Cloud“ relativ sicher.
  7. Alle fünf bis zehn Jahre sollten die Festplatten ausgetauscht werden. Nicht nur die Lebensdauer könnte Ihnen sonst einen Strich durch die Rechnung machen, sondern eventuell auch neue Schnittstellen…
  8. Transportieren Sie die externen Festplatten nicht allzu viel in der Gegend herum, wenn es sich verhindern lässt. HDD-Speicher sind auch aufgrund ihrer sensiblen Schreib-Lese-Köpfe nicht immun gegen Stöße und Schläge.
  9. Jetzt wird es aufwändig: Sollten Sie Angst vor Feuer im eigenen Heim haben, sollte eine der Sicherungsdatenträger außerhalb der eigenen vier Wände aufbewahrt werden.
  10. Extra-Tipp: Auch herkömmliche DVD und BlueRay-Disc eignen sich zur Datensicherung. Sie sollten jedoch gut geschützt gelagert werden, da unter anderem Kratzer oder Sonnenlicht zur Schäden führen können. Profis verwenden gerne das Spezialfabrikat M-Disc. Diese verfügt über eine „steinähnliche Speicherschicht“ mit einer laut Herstellerangaben durchschnittlichen Lebensdauer von mehr als 100 Jahren.                                                                     

tbo

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