Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Sicherheit Leipzig Leipziger Verkehrswacht macht Schüler fit für die dunkle Jahreszeit
Thema Specials Mit Sicherheit Sicherheit Leipzig Leipziger Verkehrswacht macht Schüler fit für die dunkle Jahreszeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:14 07.11.2018
In der Blackbox demonstrieren die Mitarbeiter der Verkehrswacht, was man im Dunklen alles nicht sieht. Quelle: André Kempner
Leipzig

Die Messestadt-Verkehrswacht bereitet derzeit Kinder an rund 40 Kitas und Schulen mit speziellen Kursen auf die dunkle Jahreszeit vor. Diese Verkehrserziehung ist Bestandteil des Projektes „Sehen und Gesehen werden“ der Landesverkehrswacht Sachsen.

Erwachsene sind oft noch schlechter gekleidet als die Kinder

Mit dem Herbst sind die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag und der Abend besonders sensible Zeiten für die Sicherheit im Straßenverkehr. „In der Winterzeit haben viele Leute ein ,freundliches Schwarz’ an“, beschreibt Grit Blümle das Problem, Geschäftsführerin der Messestadt-Verkehrswacht.

Natürlich haben die Mitarbeiter des Vereins zunächst die jüngsten Verkehrsteilnehmer im Blick, aber die Erwachsenen kleiden sich unter Sicherheitsaspekten oft noch viel schlechter. Blümle setzt deshalb auch auf einen Multiplikatoreffekt durch die Schüler: „Wir hoffen, dass das Projekt von den Kindern auf die Eltern überspringt und wir auch die erreichen“, sagt die Geschäftsführerin.

Roger Barge und Grit Blümle machen auf die Gefahren in der dunklen Jahreszeit aufmerksam. Quelle: André Kempner

Jeder Kurs besteht aus einer Schulstunde, in der die Kinder unter anderem in eine Black-Box schauen: Darin ist erstmal alles schwarz; nach und nach bekommen die Schüler dann die Wirkung von heller Kleidung und Reflektoren demonstriert.

Viel hilft viel

Bei Kindern sind reflektierende Elemente am Schulranzen inzwischen Pflicht. Aber grundsätzlich gilt: Viel hilft viel. Mützen, Jacken, Regenjacken, reflektierende Schnappbänder: Eltern sollten die Bekleidung ihrer Schützlinge mit zusätzlichen Reflektoren ausstatten. „Darauf muss man unbedingt achten“, sagt Grit Blümle, „es gibt überall aufzunähende oder aufzubügelnde Reflektoren.“

Im Sommer hatte die Messestadt-Verkehrswacht im Rahmen der Aktion „Sicherer Schulweg“ rote Dekra-Mützen verteilt, die ebenfalls mit einem reflektierenden Streifen ausgestattet sind. Blümle rät dringend dazu, diese Mützen auch jetzt nutzen, wo die Wollmützen noch im Schrank liegen.

Zudem sollten die kleinsten Verkehrsteilnehmer eine Warnweste tragen. „Die kosten zwei, drei Euro. Das ist nicht viel Geld, hat aber eine sehr große Wirkung.“ Wer nicht wisse, was er zum Nikolaus verschenken soll, der könne mit einer Weste oder anderen Reflektoren etwas Sinnvolles tun.

Mehr Infos

Hier finden Sie weitere Tipps, Tricks und Infos zum Thema Sicherheit!

Reflektoren bringen enormes Sicherheitsplus

Reflektierende Kleidung bringe ein enormes Plus an Sicherheit: „120 Meter vorher sieht man schon irgendetwas leuchten“, konstatiert Blümle. Daraus ergebe sich schon eine gewisse Aufmerksamkeit. „In der Stadt sind ja viele Autofahrer mit 50 Kilometern pro Stunde unterwegs; sie haben einen Anhalteweg von mindestens 20 Metern.“ Wer dunkel gekleidet ist und keine Reflektoren an sich hat, wird im Zweifelsfall viel zu spät erkannt.

Auch bei Radfahrern sei die Warnweste das Mittel der Wahl – „vor allem für die eigene Sicherheit“. Doch stattdessen sehe man im innerstädtischen Verkehr immer wieder dunkel gekleidete Radfahrer ohne Reflektoren und oft sogar ohne Beleuchtung.

Bei Fußgängern mit Hund sei die Situation manchmal geradezu absurd: Während der Vierbeiner einen reflektierenden Wams umgeschnürt bekommt, läuft das Frauchen oder Herrchen im wahrsten Sinne unbehelligt daneben her. Immerhin lässt sich dann erahnen, dass an der Leine noch ein Mensch hängt...

Von Björn Meine

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!