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Sicherheit Leipzig Nordsächsischer Sicherheitsdienst schützt die Spiele von RB Leipzig
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11:12 07.11.2018
PSC-Chef Kevin Ludwig (25, links) zusammen mit seinem Mitarbeiter Roger Vogel (28). Quelle: Mathias Schönknecht
Leipzig/Löbnitz

Gegen 2 Uhr nachts sollte die Feier „eigentlich schon zu Ende“ sein, erinnert sich Ludwig. Der Veranstalter habe ihm und seinen Männern zu diesem Zeitpunkt gesagt, dass sie gehen können. Doch die Sicherheitsleute blieben.

Wie sich herausstellte, war es eine gute Entscheidung: Als die Gäste realisierten, dass Schluss sein soll, sammelten sich etwa 15 Personen an, die dafür „keine Einsicht hatten“, sagt der 25-jährige Firmeninhaber. Wenig später wurden aus Sprüchen Taten und auf Worte folgten Schläge. Die sechs PSC-Männer konnten nur mithilfe der dazu gerufenen Polizei Schlimmeres verhindern.

Das Ende der Feier: Die Beamten nahmen drei Personen mit auf die Wache, zwei weitere wurden vom Rettungsdienst in ein naheliegendes Krankenhaus eingeliefert. Die Männer von Ludwig blieben unverletzt. Alles gut zweieinhalb Stunden nachdem der Veranstalter sagte, er benötige den Sicherheitsdienst nicht mehr. Derartige Ereignisse sind zwar nicht die Regel im Alltag eines Sicherheitsdienstes, doch sie kommen öfter vor, als es ihnen lieb ist.

Im Vordergrund stehe immer die Sicherheit der Gäste, sagt Ludwig. Er und seine Mitarbeiter versuchen daher deeskalierend zu wirken, die Situation mit Gesprächen zu klären – aber dabei eben auch klar die Grenzen aufzuzeigen. Dazu haben er und sein Team verschiedene Schulungen und die Sachkundeprüfung abgelegt.

Um dies dann auch umsetzen zu können, gehört es dazu, als Sicherheitsdienst erkennbar zu sein – meist helfen dabei schwarze Pullis oder Jacken mit entsprechenden Aufdruck. Zur Standardausrüstung zählen ebenfalls Handschuhe. Reicht das dennoch einmal nicht aus, kommen je nach Lage und Vorgaben des Auftraggebers, Kabelbinder oder auch Tierabwehrspray zum Einsatz.

Sicherheitsdienste arbeiten dabei auf Grundlage der sogenannten Jedermannsrechte, wie die vorläufige Festnahme nach Paragraf 127 Strafprozessordnung eines ist.

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Kevin Ludwig ist über seinen Vater in der Branche gelandet, der ebenfalls einen Sicherheitsdienst in Löbnitz (Kreis Nordsachsen) führt. Dort habe er, nach seiner Lehre auf dem Bau, alle notwendigen Schulungen und verschiedene Praktika absolviert, danach als Koordinator und Einsatzleiter gearbeitet. 2016 hat sich Ludwig selbstständig gemacht. Fünf fest angestellte Mitarbeiter und fünf Pauschalkräfte beschäftigt er derzeit.

Obwohl der Sitz des Unternehmens in Leipzig ist, lebt der Jungunternehmer weiterhin in Löbnitz. Die über die Jahre entstandenen Kontakte führten zu Kooperationen in allen Bereichen der Sicherheitsbranche, sagt Ludwig, wie beispielsweise in Festivalsecurity, Werk- und Objektschutzdienste, Werttransporte oder Revier- und Interventionsdienstleistungen.

Die Sicherheitsfirma übernimmt aber auch Hausnotrufdienste oder fährt zu ausgelösten Alarmanlagen: zum größten Teil im Landkreis Nordsachsen.

Aktuell ist Ludwig mit seinen Leuten auch bei den Spielen von RB Leipzig tätig. Mit den Spielen im Europäischen Wettbewerb steht PSC somit bis zu dreimal im Monat an der Red Bull Arena, dazu kommen monatlich drei bis vier Veranstaltungen. Darunter waren in diesem Jahr das Melt- und Splash-Festival in Ferropolis.

www.privatsecurecompany.de

Von Mathias Schönknecht

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