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Dresden Yadegar Asisi - Schöpfer des Panoramas Dresden 1945
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asisi - Welt der Panoramen: Ein Special von LVZ.de in Kooperation mit der asisi GmbH
14:23 09.05.2018
Künstler und Schöpfer Yadegar Asisi an seinem Schreibtisch. Quelle: @Panometer

Ab 2015 soll es jährlich in den ersten Monaten eines Jahres – rund um den Gedenktag der Zerstörung – zu sehen sein. Blickpunkt des Besuchers wird – anders als im Panorama des barocken DRESDEN – vom Rathausturm sein. Von dort erschließen sich dem Betrachter wie in der weithin bekannten Fotografie von Richard Peter die Ausmaße der Zerstörungen von Dresden in der Schneelandschaft des Februar 1945.

Für Yadegar Asisi, der in Dresden Architektur studierte, steht die sächsische Metropole für Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt. Das neue Panorama im asisi Panometer Dresden soll daher nicht allein die Tragödie von Dresden 1945 thematisieren, sondern auf die Wechselwirkung im komplexen Verlauf der Geschichte hinweisen. Letztlich steht Dresden in einer Reihe von zerstörten Städten des 2. Weltkriegs: Neben zig deutschen Städten waren nach deutschen Angriffen z.B. Rotterdam, Coventry, Stalingrad oder Warschau zerstört.

Zugleich steht Dresden wegweisend als Beispiel für den Wiederaufbau der Stadt zu DDR-Zeiten und nach der Wende bis in die Gegenwart. Leuchttürme dieser Phasen sind die Vollendung der Semperoper 1985 und die der Frauenkirche 2005. Dresden verkörpert den unbändigen Lebenswillen seiner Bewohner und steht für den immerwährenden Aspekt der Hoffnung. Der aktuell andauernde Wiederaufbau der Stadt, getragen von ihren Vertretern wie auch Bürgern, findet Anerkennung und Unterstützung in aller Welt. Dresden gilt weithin als geschätztes Reiseziel.

Yadegar Asisi wird die einführende Ausstellung in das Panorama des barocken DRESDEN im Panometer weitestgehend belassen. Er verweist damit auf die Kontinuität der Identität und die anlassbezogene, vierteljährliche Ausstellungsdauer von DRESDEN 1945. Den Bogen der Stadtentwicklung vom Ende des Barock über die Niederlegung der Stadtmauern, das Wachstum in der Phase der Industrialisierung mit zahlreichen Eingemeindungen bis hin zum Höhepunkt des Industriezeitalters und der Moderne um 1920 wird den Besuchern multimedial nahe gebracht. Darin wird auch die Zeit des Nationalsozialismus thematisiert. Ebenso soll der Aspekt des Wiederaufbaus – ggf. unter Einbeziehung von Zeitzeugen – präsentiert werden.

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