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Adeliger Besuch auf der PARTNER PFERD 2012: Ritterfohlen Prinz von Anhalt

Adeliger Besuch auf der PARTNER PFERD 2012: Ritterfohlen Prinz von Anhalt

Ein Prinz besucht die PARTNER PFERD: Das Hengstfohlen Prinz von Anhalt gibt sich die Ehre und wird Fans alter Pferderassen in Begeisterung versetzen. Denn der Schimmel ist ein echtes Ritterpferd aus spanisch-normannischem Geblüt.

Quelle: Privat

Was ihn von modernen Pferden unterscheidet und wie es zu seiner Zucht und seinem Adelstitel kam, verrät sein 'Frauchen' Alexandra Schatz, Besitzerin von Gut Drebsdorf.

"Unser kleiner Hengst Prinz von Anhalt ist mit Zustimmung von Prinz Eduard von Anhalt auf seinen Namen getauft worden. Einerseits, weil die Züchtung von Ritterpferden im Mittelalter ausschließlich dem Adel vorbehalten war, andererseits, weil unser Gestüt im Landkreis Mansfeld-Südharz liegt, in dem schon vor mehr als 1.000 Jahren Rassepferde gezüchtet wurden. Kaiser Friedrich Barbarossa, der unweit von uns auf dem Kyffhäuser beheimatet war, saß laut Zeichnungen aus dieser Zeit auf solch einem Pferd", sagt Alexandra Schatz, Chefin von Gut Drebsdorf.

Taufpatin des vierbeinigen Blaubluts ist standesgemäß eine echte Prinzessin: Edda Darboven, Ehefrau des Kaffeerösters Albert Darboven und geborene Prinzessin von Anhalt. "Frau Darboven wird unseren Hengst beim Aufwachsen beobachten, mit Rat und Tat zur Seite stehen und öfter ein paar Leckerlis vorbeibringen", meint Alexandra Schatz. "Sie hat sehr gerne die Patenschaft übernommen. Denn es ist von historischer Bedeutung, dass diese Pferderasse wieder in Sachsen-Anhalt beheimatet ist. Da ihre Zucht in den 1930ern aufgegeben wurde." Auf den Schultern des kleinen Prinz von Anhalt ruhen also große Hoffnungen, das Interesse am spanisch-normannischen Ritterpferd wieder zu wecken. Und die Chancen dafür stehen gut: Denn Reiter aus Deutschland, der Schweiz und Holland werden längst in der klassischen Reitkunst auf Gut Drebsdorf ausgebildet. „Es lag also nahe, die Tradition der historischen Pferdezucht auf den Gutshöfen zu Drebsdorf wiederauferstehen zu lassen", so Alexandra Schatz.

Aber was ist denn nun das Besondere am Ritterpferd-Spross? "Der Unterschied zu modernen Sportpferden liegt in der Auswahl der Eltern", erklärt Alexandra Schatz. "Seine Mutter Selma ist eine französische Percheron-Zuchtstute, wiegt etwa eine Tonne und ist zu hundert Prozent unerschrocken und gutmütig. Sein Vater Carinoso ist ein gekürter Pura Raza Española, voller Eleganz und mit der Veranlagung zur Dressur bis zur hohen Schule." Genetisch ist Prinz von Anhalt somit ein direkter Nachfahre des spanisch-normannischen Pferdes. Dies bescheinigen ihm Wissenschaftler der Universität von Massachusetts mit Verweis auf das in den USA geführte Zuchtbuch für das 'Spanish-Norman-Horse'.

Die außergewöhnliche Mischung aus Kalt- und Warmblut verleiht dem im Sommer 2011 geborenen kleinen Prinzen optische Schönheit, außergewöhnliche Stärke und gleichzeitig große Wendigkeit. Und diese Attribute sind gefragt. "Heutzutage sind die Anforderungen an ein modernes Freizeitpferd: Gesundheit, ein starker Knochenbau, der die lange Nutzung als Reitpferd garantiert, ein unerschrockenes Gemüt, Menschenbezogenheit und Gehorsam. Gleichzeitig soll das Tier aber auch elegant in der Erscheinung und für die Dressur geeignet sein. All das vereint das spanisch-normannische Pferd", fasst Alexandra Schatz zusammen. "Unser Hengstfohlen Prinz von Anhalt zeichnet sein besonders braves Gemüt aus. Wenn er erwachsen ist, wird er durch sein schweres, aber elegantes Gebäude in der Lage sein, Last zu tragen - ohne plump auszusehen. Denn durch die spanische Linie wird er ein besonders schickes Pferd mit viel Mähne und ist somit ein ideales Pferd für anspruchsvolle Freizeitreiter."

Das Fohlen besucht am Freitag, 16.55 Uhr bis 17.05 Uhr die PARTNER PFERD und kann von den Besuchern im Aktionsring in Halle 3 angesehen werden.

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