Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Sachen im Advent
Google+ Instagram YouTube
Es wird ernst in Himmelpfort - Wichtel im Dienste des Weihnachtsmannes

Es wird ernst in Himmelpfort - Wichtel im Dienste des Weihnachtsmannes

Ulrike Speyer bügelt Hunderte rote Schleifen auf. Der Stoffschmuck soll in Kürze die Büsche und Hecken in Himmelpfort zieren. Nebenan bringen Dekorateure goldene und rote Vorhänge an.

Voriger Artikel
Russische Touristen bescheren Dresden zweite Weihnachten
Nächster Artikel
"Riesenstollen-Erlass" an Dresdner Stollenbäcker übergeben
Quelle: dpa

Die „Weihnachtsengel“ Conni, Heidi und Christine schmücken den Tannenbaum mit goldgelben Kugeln. Möbelpacker bringen einen riesigen alten Schreibtisch. Nur noch wenige Stunden - dann zieht der Weihnachtsmann ein. Bis zum 24. Dezember landen dann säckeweise Wunschzettel in dem brandenburgische Örtchen - etwa 292.000 Briefe waren es 2012. Der Weihnachtsmann wird sie alle beantworten.

Für Naherholungsort mit seinen rund 450 Einwohnern beginnt mit der Eröffnung von Deutschlands größter Weihnachtspostfiliale am Donnerstag (7.11.) eine zweite Saison. „Für uns ist das Lohn und Brot“, sagt Ingo Tausendfreund. Der gelernte Bautechniker steht in der Wohnstube des Weihnachtsmanns und tapeziert die Wände. Im Sommer ist der Familienvater für den Reiseveranstalter Nordlicht im Einsatz und vermietet Kanus am Stolpsee. Rund um die Adventszeit setzt ihn sein Chef als „Handwerker des Weihnachtsmanns“ ein - und ermöglicht ihm so Einkünfte außerhalb der Saison.

Fotos von dem himmlischsten Arbeitsplatz der Welt

„Eigentlich sind wir ein Ort für Sommertouristen. Damit wird das Geld verdient“, meint Ortsvorsteher Lothar Kliesch. Schon zu DDR-Zeiten war Himmelpfort für seine gute Luft bekannt. „Den Bekanntheitsgrad hat unser Ort aber seinem Namen und der Weihnachtspostfiliale zu verdanken“, räumt Kliesch ein. „Egal wo: man trifft immer einen, der schon einen Wunschzettel geschrieben hat.“

Für 19 „Engel“ und einen „Wichtel“ ist die Deutsche Post in den kommenden Wochen der Arbeitgeber. Weil der Weihnachtsmann die vielen liebevoll gestalteten Wunschzettel aus aller Welt nicht allein beantworten kann, stellt ihm das Unternehmen fleißige Helfer zur Seite. Sieben Tage in der Woche, maximal zehn Stunden täglich und nach Tarif gezahlt, berichtet Sprecherin Sylvia Blesing.

Die Post hat in ganz Deutschland himmlische Filialen - beispielsweise in Engelskirchen (Nordrhein-Westfalen), Himmelstadt (Bayern) oder Nikolausdorf (Niedersachsen). In Ostdeutschland ist Himmelpfort jedoch der einzige Standort - und nirgendwo anders sind so viele Helfer hauptamtlich der Seite des Weihnachtsmannes.

„Unser Name weckt Erwartungen“, berichtet Matthias Paul. Der gelernte Konditor, Kaufmann und Pädagoge ist seit 2010 Pächter des früheren „Hauses des Gastes“ in Himmelpfort. „Die Menschen kommen mit leuchtenden Augen hierher - und erwarten etwas Weihnachtliches“, berichtet Paul. Sein Haus - Café, Herberge und Tourist-Information zugleich - ist zum „Weihnachtshaus“ geworden.  Einmal quer durch den Garten steht die „Weihnachtsstube“ - dort wohnt der Mann mit weißem Bart und rotem Mantel. „Nur sehen kann ihn dort keiner“, sagt Paul und lächelt geheimnisvoll. Diesen Zauber will er bedienen - und zugleich die Wirtschaft ankurbeln.

„Wir sind inzwischen für fast acht Wochen ein Weihnachtsort“, meint der Himmelpforter Ortsvorsteher. Davon könne die gesamte Region profitieren. 15.000 bis 20.000 Gäste kämen an den Adventswochenenden nach Himmelpfort, wenn es Programm mit Weihnachtsmärkten gibt.

Erstmals schrieben übrigens 1984 zwei Kinder aus Berlin und Sachsen an den Weihnachtsmann in Himmelpfort. Da die damalige Postmitarbeiterin keinen Empfänger fand, antwortete sie selbst. Heute ist sie als „Oberengel“ Conni unterwegs.

Marion van der Kraats, dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Adventsnews
Advents-Gewinnspiele
Plätzchenrezepte der LVZ-Leser
Plätzchenbacken in der Vorweihnachtszeit. Foto: privat

Ob Butterplätzchen oder Zimtsterne, Kokosmakronen oder Lebkuchen: In der Weihnachtszeit gehört backen einfach dazu. Wir haben die LVZ-Leser nach ihren liebsten Plätzchenrezepten gefragt - und viele haben geantwortet. Sehen Sie hier eine Übersicht der schönsten Rezepte. Nachbacken eindeutig erwünscht!

Braune Pfeffernüsse

Butterplätzchen

Einhorn-Plätzchen

Engelsaugen

Haferflockenplätzchen

Igelplätzchen

Lebkuchen-Plätzchen

Mandelplätzchen

Mandel-Vanille-Plätzchen

Marmeladenaugen

Marzipan-Schokoladen-Gebäck

Mürbeteigplätzchen mit Erdbeermarmelade

Rosinenröllchen

Rotweinkipferl

Schoko-Cookies

Schoko-Nüssli

Schweizer Laibchen

Türmchen