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Halbzeit auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt – Jahrestassen sind der Renner

Halbzeit auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt – Jahrestassen sind der Renner

Ein dampfender Glühwein im Schneegestöber auf dem Weihnachtsmarkt – für viele Menschen ein Muss in der Vorweihnachtszeit. Im letzten Jahr endete der Leipziger Weihnachtsmarkt mit der Rekordbesucherzahl von 2,3 Millionen.

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Am Kerzenstand bei Anja Polanz (44) aus Stuttgart laufen die Geschäfte ganz gut. Die zweite Hälfte der Marktzeit ist aber erfahrungsgemäß umsatzstärker. Denn: "Kurz vor Weihnachten gehen die Panikkäufe los", scherzt die Verkäuferin.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Auch in diesem Jahr ist Marktamtsleiter Herbert Unglaub optimistisch, wieder die Marke von zwei Millionen Besuchern zu sprengen. Dabei gibt es fast keine 2012-er Tassen mehr.

Zur Halbzeitbilanz, so schätzt der Marktchef, waren 750.000 bis 900.000 Leute auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt unterwegs. Da nicht jeder Einzelne gezählt werden kann, beruhen die Besucherzahlen auf Schätzungen. „Wenn die Innenstadt voll ist, sind das etwa 450.000 bis 500.000 Menschen, von denen aber nicht alle auf den Weihnachtsmarkt gehen“, sagt Unglaub. Auch würde man Zahlen mit den Besucherströmen der Hauptbahnhofpromenaden abgleichen, wo ab und zu gezählt wird. Das lasse sich dann in etwa übertragen.

Die Zwei-Millionen-Marke zu knacken könnte in diesem Jahr allerdings schwieriger werden. Aufgrund des Totensonntags begann der Weihnachtsmarkt später als im vergangenen Jahr, die ersten Tage waren zudem teilweise verregnet, der aktuelle Schnee und Matsch hält viele ältere Leute und Besucher aus dem Umland fern. Unglaub ist dennoch optimistisch, da der Höhepunkt, die Bergparade, noch bevorstehe.

Die versteckte Spülmaschinerie

Positive Bilanz zieht der Marktamtsleiter bis jetzt bei den gemeldeten Taschendiebstählen: Das waren 16 in 14 Tagen. „Ein sehr guter Wert“, sagt Unglaub. Im letzten Jahr waren es nach zehn Tagen schon 15 Diebstähle.

In jedem Jahr gibt es Glühwein und Co. auch aus Tassen mit der aktuellen Jahreszahl – für einige heiß begehrtes Sammlerstück oder Erinnerung an einen feuchtfröhlichen Abend. „Von den 25.000 Tassen mit 2012 als Jahreszahl sind nur noch einige wenige im Verkehr“, berichtet Unglaub. Für im Schnitt 2,50 Euro Pfand könnte sich das für die Händler lohnen.

Wer schon immer mal wissen wollte, wo die Tassen der vielen Glühwein-Durstigen gewaschen werden: Gut versteckt zwischen den vielen Buden liegt das Tor zum Marktbüro. Dahinter verbirgt sich neben dem Herz des Markts auch eine zentrale Spülstation. Mitarbeiter sammeln die Tassen der Händler ein, waschen sie dort, und bringen sie gesäubert wieder zurück.

Apropos Glühwein: Wenn es darum geht, wie viele Heißgetränke über die Theken der Stände gehen, schweigen die Händler eisern. Die Umsatzzahlen hüten sie wie ein Staatsgeheimnis. Laut Unglaub müssen sie diese auch nicht an das Marktamt weiterleiten. LVZ-Online hat es trotzdem versucht und mit einigen Händlern Halbzeitbilanz gezogen. 

Umfrage unter Händlern

 

Stefanie Dietz

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