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Sachen im Advent
20:58 28.11.2018
Der Große LVZ-Glühweintest auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt. Impressionen vom Glühweintest. Quelle: André Kempner
Leipzig.

Endlich hat der Weihnachtsmarkt in Leipzig wieder geöffnet – und um unter einer Vielzahl von Getränkeständen den besten Glühwein zu finden, hat die Leipziger Volkszeitung wieder zum großen Test eingeladen. 176 Leser hatten sich für die bereits zum fünften Mal stattfindende Verkostung beworben, 16 haben es schließlich geschafft. Seit Mittwochnachmittag werden nun die feinen Geschmacksnerven bemüht und testet sich die Jury in drei Gruppen über den Weihnachtsmarkt.

Die Teams bestehen dabei aus den Lesern sowie aus den LVZ-Redakteuren Kerstin Decker, Andreas Debski und Guido Schäfer sowie Volontärin Hannah Gerwig. Dabei achten die kritischen Prüfer genau auf Gewürze und Süße, Temperatur des Getränks und Freundlichkeit an den Ständen. Mit der sächsischen Weinkönigin von 2016, Daniela Heimann, dem Weinblogger und LVZ-Redakteur Uwe Köster sowie dem Gastroexperten Thomas Weikert haben die Tester zudem profunde Unterstützung. Über allem wacht Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz.

LVZ-Chefredakteur Jan Emendörfer zeigt sich mit der Resonanz auf den Test sehr zufrieden: „Wir freuen uns über den großen Zuspruch bei unseren Lesern und den Wettbewerb unter den Glühweinanbietern. Und natürlich hoffen wir, den Besuchern eine Orientierung geben zu können, wo es besonders gut schmeckt.“ Jeder Ausschank, der sich beteiligt, wird sorgfältig in Augenschein genommen, um den besten Leipziger Glühwein ausfindig zu machen. Die LVZ-Jury – im Alter zwischen 18 und 75 Jahren – kann bis zu fünf Glühweintassen als Wertung vergeben, für einen besonders guten Tropfen oder herausragenden Service gibt es noch die Bonustasse. Im vergangenen Jahr hatte Walter Hecht aus Quedlinburg, der auch diesmal auf dem Augustusplatz steht, die vierte Auflage des großen Glühwein-Tests gewonnen.

Madeleine Heger ist von der Vielfalt überrascht: „Der Test zeigt, wie abwechslungsreich die Angebote sind.“ Ein Glühwein muss für die 38-Jährige heiß sein und vor allem in die Nase gehen. „Nach dem Duft kommt der Geschmack.“ Franz Hoffmann (28) findet derweil das gemeinsame Trinken und Fachsimpeln spannend. „Bei einem Glühwein muss man den Wein herausschmecken. Und man muss Weihnachten riechen können“, betont der bekennende Weihnachtsmarkt-Fan. Dora Lenz legt andere Qualitätskriterien an: „Ein Glühwein darf nicht zu süß sein. Das Entscheidende ist aber, dass das Herz überspringt“, sagt die 28-Jährige.

Dass Glühwein nicht gleich Glühwein ist, bestätigt Marktamtsleiter Walter Ebert: „Wir stellen fest, dass immer mehr Händler versuchen, ihren Getränken eine eigene Geschmacksnote zu ge-ben. Die Qualität ist spürbar gestiegen.“ Alexander Gruß, der Marktamtskoordinator vor Ort, erklärt: „Qualitativ höherwertige Glühweine werden nur wenig bis gar nicht gesüßt – trinkt man diese kalt, schmecken sie nach gewürztem Wein und auch jedes Jahr ein wenig anders.“ Dagegen würde bei einfacheren Glühweinen meist über den Zusatz von Zucker versucht, ein über Jahre gleich schmeckendes Produkt zu erhalten, wobei gleichzeitig „Fehlaromen“ überdeckt werden. Neben den echten Glühweinen wird beim LVZ-Test auch der ebenfalls beliebte Punsch verkostet, der aus Obst und/oder Beeren hergestellt wird – dagegen keine Feuerzangenbowle. „Das ist ein gewürzter Rotwein, der häufig noch mit Fruchtsaft gestreckt und unter Zusatz von Zucker und Rum serviert wird“, begründet Alexander Gruß.

Der Sieger des Glühweintests wird am 3. Dezember von der Leipziger Volkszeitung gemeinsam mit dem städtischen Marktamt gekürt und am 4. Dezember in der LVZ und bei www.lvz.de veröffentlicht. Der entsprechende Stand darf dann bis zum Ende des Weihnachtsmarktes die Auszeichnung tragen. Auch die Zweit- und Drittplatzierten erhalten Urkunden. „Es zeichnet sich schon ab, dass es wieder sehr eng wird. Eines lässt sich jetzt bereits sagen: Wir haben einen sehr guten Jahrgang“, sagt LVZ-Redakteur Andreas Debski, der die Aktion betreut.

Mit seinen rund 300 Ständen ist der Leipziger Weihnachtsmarkt einer der größten und durch seine Lage auch schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Er läuft noch bis zum 23. Dezember. Geöffnet ist sonntags bis donnerstags 10 bis 21 Uhr, freitags und sonnabends bis 22 Uhr und am 23. Dezember bis 20 Uhr. Am 15. Dezember findet die „Lange Nacht des Weihnachtsmarktes“ bis 23 Uhr statt. In diesem Jahr wird es keine gestaffelte Schließung bis zum 23. Dezember geben – alle Stände haben bis zum Schluss geöffnet.

Von Andreas Debski

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