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Weihnachten hinter Gittern - Bischof Bohl geht zu Christvesper ins Gefängnis

Weihnachten hinter Gittern - Bischof Bohl geht zu Christvesper ins Gefängnis

Krippenspiel, Stollen und Plätzchen: Auch in Sachsens Justizvollzugsanstalten weihnachtet es. Heiligabend geht sogar der Bischof der evangelischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl, ins Gefängnis.

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Quelle: André Kempner

Dresden. Mit seiner Predigt bei der Christvesper in der Dresdner Justizvollzugsanstalt will er vor allem Trost gegen dunkle Gefühle spenden. „Die Weihnachtsbotschaft gibt den Menschen Kraft, mit Hoffnung in die Zukunft zu sehen“, sagte Bohl am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Für die Gefangenen sei es eine besonders schwere Zeit, ohne familiäre Wärme zu sein. „Weihnachten ist aber ein Fest, wo die Hoffnung gestärkt wird, dass es besser werden kann.“

Mehr als 3000 Jugendliche, Frauen und Männer werden auch die Feiertage hinter Gittern verbringen. Derzeit sitzen nach Angaben des Justizministeriums 3421 Menschen ein. Einige können unter bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen stundenweise raus oder in Hafturlaub gehen. Für die anderen organisieren die Anstalten Weihnachtsfeiern mit Gottesdiensten. Zum Teil gestalten die Insassen Krippenspiele, in Görlitz und Waldheim spielen sogar Posaunenchöre. „Die Weihnachtszeit stellt eine besondere Herausforderung dar“, sagte Justizminister Jürgen Martens (FDP). Die Mitarbeiter seien sensibilisiert.

Vom Psychologen bis zum Seelsorger haben sie als Ansprechpartner auch sehr offene Ohren. Zudem gibt es ausgiebige Besuchszeiten der Familien, an einigen Orten auch am Heiligabend. Für Abwechslung und Kurzweil sollen Turniere im Tischtennis, Darts, Kicker, Skat und Schach sorgen. Festliche Stimmung verbreiten geschmückte Tannenbäume, Stollen und Plätzchen. Auch die Anstaltsküchen halten Traditionelles bereit: am Heiligabend fast überall Würstchen oder Schnitzel mit Kartoffelsalat, an den Feiertagen Geflügel, Kaninchen, Wild oder Rollbraten.

dpa

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