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Weniger Arbeit in Firmen um Weihnachten - Betriebsferien bei Porsche und BMW in Leipzig

Weniger Arbeit in Firmen um Weihnachten - Betriebsferien bei Porsche und BMW in Leipzig

In zahlreichen Firmen in Sachsen wird zwischen Weihnachten und Silvester weniger als sonst gearbeitet. Weil die Feiertage in diesem Jahr für Arbeitnehmer ohnehin günstig fallen, schließen manche in dieser Zeit gleich ganz, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

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Im Leipziger Porsche-Werk stehen in diesem Jahr die Bänder wegen Umbauarbeiten für drei Wochen still.

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Das betrifft auch die Universitäten im Freistaat. „Jedes Unternehmen muss für sich entscheiden, ob es Sinn macht, den Betrieb aufrecht zu halten“, sagte der Sprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden, Lars Fiehler. Das hänge auch von den Zulieferern und Geschäftspartnern ab.

„Die klassische Betriebsruhe über mehrere Tage gibt es vor allem in der Industrie, wenn es sich nicht um komplexe Fertigungsprozesse handelt, die nicht ohne weiteres heruntergefahren werden“, sagte Fiehler. Bei Dienstleistern und im Handel dagegen sei an Ferien nicht zu denken - da herrsche vor und zwischen den Feiertagen Hochsaison.

So etwa beim Telekommunikationsunternehmen Komsa in Hartmannsdorf bei Chemnitz. „Für uns sind die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr wichtige Arbeitstage“, erklärte Sprecherin Katja Förster. Dann haben Fachhändler und Märkte geöffnet und benötigen Unterstützung, um den Käufern volle Regale zu bieten oder Geschenke umzutauschen. Beim Dresdner Chiphersteller Globalfoundries läuft die Produktion auch während der Feiertage im 24-Stunden-Betrieb. „Die kann man nicht einfach herunterfahren, das wäre viel zu aufwendig“, erklärte Sprecherin Karin Raths.

Bei BMW in Leipzig ruht der Betrieb dagegen vom 22. Dezember bis zum 5. Januar. „Von einer Drosselung der Produktion kann aber nicht die Rede sein“, sagte ein Sprecher. Im Gegenteil, gearbeitet werde „auf Kante“. Jeden Tag rollen 740 Autos vom Band. Die Fahrzeugbauer bei VW können sich von Heiligabend an zwei Wochen lang ausruhen, im Chemnitzer Motorenbau ist dagegen nur die Weihnachtswoche frei, dann wird wieder gearbeitet. „Aufgrund weltweiter Nachfrage wird in Teilbereichen auch zwischen den Tagen gefertigt“, hieß es.

Gibt es im Leipziger Porsche-Werk normalerweise nur zwei Wochen Betriebsferien zum Jahresende, stehen in diesem Jahr die Bänder für drei Wochen still. „Das hat allerdings nicht mit Einsparungen zu tun“, betonte eine Sprecherin. Vielmehr seien aufwendige Umbauarbeiten für den neuen Geländewagen Macan nötig, der ab 2013 in der Messestadt produziert werden soll. „Wir brauchen die Zeit für die neue Lackieranlage und die Erweiterung der Fertigungslinie, um alles bei laufendem Betrieb zu schaffen.“ Porsche investiert rund 500 Millionen Euro, um sein Montagewerk in Leipzig zum Vollwerk auszubauen - rund 1000 neue Arbeitsplätze sollen dabei entstehen.

Auch an den meisten sächsischen Universitäten ruht zwischen Weihnachten und Neujahr der Betrieb. An der TU Dresden gibt es diese Regelung bereits seit Ende der 90er Jahre - mit Ausnahme der medizinischen Fakultät. „Es geht vor allem um die Einsparung von Energiekosten“, erklärte ein Sprecher. In diesem Jahr bleiben rund 7000 Mitarbeiter von Heiligabend bis zum Neujahrstag zu Hause. Weil die Kosten für Strom, Heizung und Abwasser in dieser Zeit wegfallen, sollen rund 150.000 Euro gespart werden.

Auch die Leipziger Universität lässt den Dienstbetrieb am 27. und 28. Dezember ruhen, ebenso wie die Technische Universität Chemnitz. „Die betroffenen Tage werden für jedes Jahr neu festgeschrieben“, erklärte Katharina Thehos. Bis zu drei Tagen können die Mitarbeiter Überstunden abbummeln, danach ist „Zwangsurlaub“ angesagt.

Christiane Raatz, dpa

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