Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Dekorieren Bauherren in Weihnachtsstimmung: Knusperhäuschen als Familienevent
Thema Specials Sachsen im Advent Dekorieren Bauherren in Weihnachtsstimmung: Knusperhäuschen als Familienevent
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Sachen im Advent
10:54 06.12.2018
Ob prunkvoll wie dieses - oder ganz schlicht. Beim Lebkuchenhaus-Bauen können sich kleine und große Kreative richtig austoben. Quelle: Roland Heinrich

„Die ganze Familie sitzt zusammen, das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt. Die Kinder reißen einen mit ihrem Enthusiasmus richtig mit“, sagt Tina Walter, Sprecherin des „Hotel Ellington“ in Berlin. Sie beobachtete im vergangenen Jahr die Gäste, als im Hotel Lebkuchenhäuschen gebaut wurden.

Für dieses kleine Familienfest braucht es Ruhe und Zeit. „Man sollte nicht in Eile sein. Umfang und Ergebnis der Backaktion lassen sich nicht planen“, sagt Ylva Desotto. Die Art Direktorin hat mit der Architektin Eva Grane das Buch „Knusper, knusper Häuschen“ herausgebracht. Darin stellen die Schwedinnen Bauwerke aus Lebkuchen vor - vom Strandhaus über ein Tipi bis zum Eiffelturm.

Der Lebkuchenteig muss bereits ein bis zwei Tage vor dem Hausbau vorbereitet werden. Er muss in einer Schüssel oder in einer Plastiktüte kühl ruhen. „Damit der Teig nicht zu sehr in die Höhe geht, kann man das Triebmittel Hirschhornsalz mit einem Teil Backpulver ersetzen“, empfiehlt Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbundes in Mönchengladbach.

Nachdem der Teig einige Tage seine Ruhe hatte, kann die Familie loslegen. Der Teig wird noch einmal durchgeknetet und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche sehr gleichmäßig etwa drei Zentimeter dick ausgerollt. Unterdessen basteln die Kinder Schablonen für die Einzelteile des Häuschens aus Pappkarton. „Je weniger Einzelteile man hat, desto einfacher ist das Bauen“, sagt Schenk.

Sehr schlicht, aber hübsch sind zwei größere Dreiecke als Vorder- und Hinterseite sowie zwei große Vierecke, die oben in den Längen aneinandergelegt das Häuschen bedecken. Mithilfe eines Teigmessers und der Schablonen werden die Einzelteile aus dem Teig geschnitten. An der Hausvorderseite muss auch an  Fenster und Eingang gedacht werden. Aus dem übrigen Teig werden Hausbewohner wie Figürchen und Tiere oder auch Tannen mit den Ausstechformen der Weihnachtsbäckerei gestochen.

„Vor dem Backen sollte der Lebkuchenteig eine halbe Stunde ruhen, dann treibt er im Ofen nicht so stark in die Höhe und Breite“, rät Schenk. Sein Tipp, damit das Häuschen später glänzt: „Dafür bestreicht man die Teigteile mit einer Mischung aus Eigelb und viel Wasser und lässt den Anstrich vor dem Backen trocknen.“ Dann kommen die Backbleche in den auf 175 Grad vorgeheizten Backofen. „Die ideale Farbe hat der Teig, wenn er nur leicht gebräunt ist“, erklären Desotto und Grane.

Ist das Backwerk ausgekühlt, müssen die Einzelteile zu einem Haus zusammengefügt werden. Für den Klebstoff raten Desotto und Grane zu Zucker, den sie in einer gusseisernen Pfanne langsam schmelzen lassen, bis er Blasen wirft und hellbraun wird. Er sollte bei schwacher Hitze flüssig gehalten werden. Ist das Haus zusammengesetzt, werden die Kinder zu Dachdeckern: Gummibärchen, Smarties, Geleekringel oder Nusshälften werden mit einer Masse aus gesiebtem Puderzucker und Eiweiß auf das Dach geklebt. Zu tollen Eiszapfen für die Dachränder wird die Eiweißmasse mit etwas Gelatine.

Alexandra Bülow, dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Ende der langen Adventszeit ist er es, der die Feier einleitet: Gehen die Lichter am Weihnachtsbaum an, erhellen sie die Kugeln und den Schmuck. Kaum jemand kann sich diesem Glanz entziehen. Fünf Tipps, wie man aus seinem Baum das Beste holt.

04.12.2018

In der Weihnachtszeit mal anders dekorieren? Dazu muss man nicht immer Neues kaufen. Festliche Kerzenständer lassen sich zum Beispiel hervorragend aus vorhandenen Weihnachtskugeln gestalten - oder auch aus Äpfeln. So geht's.

04.12.2018

Alle Jahre wieder erstrahlen zur Weihnachtszeit überall geschmückte Bäume in festlichem Glanz. Doch nicht immer müssen dafür Tannen, Fichten und Kiefern gefällt werden. Der Handel bietet auch eine Auswahl an Nadelbäumen, die in einem Topf wachsen. Experten geben Tipps zu Auswahl und Pflege.

06.12.2018