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Teil 2: Kinderhospiz Bärenherz in Markkleeberg braucht Zuwendungen übers ganze Jahr

Teil 2: Kinderhospiz Bärenherz in Markkleeberg braucht Zuwendungen übers ganze Jahr

Die aktuell etwa 260 Inhaber des DZI-Siegels sind auf der Homepage des Instituts gelistet – die Aufstellung umfasst allerdings nicht einmal annähernd alle potenziell auf Unterstützung angewiesenen Stellen.

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Skulptur für verstorbene Kinder im Kinderhospiz Bärenherz im Kees'schen Park in Markkleeberg. Künstler Roland Lindner und Heike Steinich zünden Kerzen für die toten Kinder an. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Um sicher zu gehen, dass das Geld auch wirklich dort ankommt, wo es benötigt wird, können sich Spender deshalb auch lokale Einrichtungen suchen, an die sie ihre Zuwendung richten wollen.

Das Kinderhospiz Bärenherz in Markkleeberg beispielsweise, das sich der Mit-Betreuung schwer erkrankter Kinder verschrieben hat, ist ganzjährig auf Spenden angewiesen. Zwar gibt es finanzielle Unterstützung durch die Kranken- und Pflegekasse, allerdings decken diese Gelder oft nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Pflegekosten. Die entstehende Finanzierungslücke soll über Spenden möglichst geschlossen werden.

Insbesondere in der Vorweihnachtszeit würden sich zahlreiche Firmen und Privatpersonen melden, um ihre Unterstützung zuzusagen. „Einige Firmen verzichten dafür auf ihre Weihnachtsgeschenke an Kunden und sponsern stattdessen uns. Das Foto mit der Scheckübergabe kommt dann auf die Weihnachtskarte für die Belegschaft und Kunden“, erklärt Mona Meister vom Kinderhospiz Bärenherz. Aber auch viele Privatpersonen helfen dem Verein, und sei es mit ganz kleinen Beträgen. „Wenn uns die Kinder aus einer Kita ihre gesammelten 23,50 Euro übergeben, schauen sie uns genauso stolz an, wie Großspender.“

Ambulant hilft das „Bärenherz“ in Leipzig Familien mit schwer kranken Kindern bereits seit Mai 2004. Seit 2008 findet sich das Kinderhospiz im Kees’schen Park in Markkleeberg. Es ist das erste Kinderhospiz Mitteldeutschlands. Zwölf Kinderbetten und fünf Elternwohnungen stehen bei Bedarf bereit.

Neben finanzieller Unterstützung sind ehrenamtliche Helfer für eine persönlich-nahe Betreuung im Hospiz unverzichtbar. Nach einem Kurs über etwa 100 Stunden, mit dem die Ehrenamtlichen auf ihre spätere Arbeit vorbereitet werden sollen, begleiten sie die Familien, helfen ihnen beim allgegenwärtigen Umgang mit der Krankheit, dem Sterben und dem Tod ihrer nächsten Angehörigen. 120 Helfer sind zurzeit in der allgemeinen Vereinsorganisation im Einsatz, 40 weitere unterstützen die Familien direkt, indem sie mit den Kindern spielen oder Wege erledigen.

Auch wenn die Spendenbereitschaft gerade dieser Tage groß ist, weist Mona Meister darauf hin, dass 80 Prozent des Hauses beständig über Spenden finanziert werden müssen, um die Arbeitsabläufe zu garantieren. „Wir brauchen deshalb auch morgen und übermorgen wieder etwas – auch im Januar und Februar oder über die Sommermonate“, so Meister. Deshalb sind quer durch die Stadt Spendenboxen beim Bäcker, in Apotheken und Restaurants platziert. Sie erinnern an die Arbeit des Hospizes.

In einem Wunschbuch haben die Hospizmitarbeiter außerdem die Dinge zusammengetragen, die bei der täglichen Betreuung der schwer kranken Kinder und Jugendlichen helfen würden. Darauf findet sich beispielsweise auch ein Überwachungsgerät für Puls und Sauerstoffsättigung, dessen Anschaffungskosten von 2160 Euro auch teilweise mitfinanziert werden können. Ein 6000 Euro teures Kinderbett aus dem Wunschbuch im letzten Jahr, steht nach großzügigen Spenden nun tatsächlich im Haus im Kees’schen Park.

Detaillierte Informationen über die Arbeit des Kinderhospizes Bärenherz findet sich auf der Homepage der Einrichtung. Spenden können auf das Konto der Sparkasse Leipzig: Kontonummer 110 100 00 11, Bankleitzahl 860 555 92 überwiesen werden.

Christiane Lösch

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