Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Sachen im Advent
Google+ Instagram YouTube
Familie Hentzschel aus Oschatz: Eine neue Küche ist unser größter Wunsch

"Ein Licht im Advent" 2016 Familie Hentzschel aus Oschatz: Eine neue Küche ist unser größter Wunsch

„Die Kinder gehen vor“, sagt Madlen Hentzschel aus Oschatz mit großer Selbstverständlichkeit. Ein Satz, den die meisten Eltern unterschreiben würden, und er gilt auch für die 36-Jährige. Bevor sie sich selbst etwas gönnt, schaut sie, ob ihre Kinder Wünsche haben. Das gilt auch und besonders vor Weihnachten.

Voriger Artikel
Eine Verbindung ins Leben für schicksalsgebeutelte Döbelnerin
Nächster Artikel
Leser sammeln Spenden für behinderten 16-Jährigen aus Eilenburg

Madlen Hentzschel (hinten, 2.v. rechts) mit ihren Kindern Vanessa, Florian, Sabine, (v.l.), Patricia (r.) und Elisa (vorn).

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Die Geschenke für ihren Nachwuchs – jede der vier Töchter und ihr Sohn bekommen jeweils eine Überraschung – hat sie bereits unter Dach und Fach. Mit Hilfe der Spendenaktion dieser Zeitung soll der Familie zudem eine neue Küche ermöglicht werden. Vermittelt hat die Familie Christof Jochem in Absprache mit der Diakonie.

Dabei hatte Madlen Hentzschel zunächst gezögert, diese Chance anzunehmen. Letztlich haben ihr Freunde dazu geraten. Sie sei immer für andere da und helfe bereitwillig, heißt es aus dem Bekanntenkreis. Für sich selbst um Hilfe zu bitten, fällt der jungen Frau dagegen nicht leicht. „Das war ja auch lange nicht nötig“, sagt sie zur Begründung. Nicht nötig, weil die Familie früher noch komplett war und ihr Mann im Betonwerk voll gearbeitet und verdient hat. „Das Geld hat gereicht, große Sprünge waren nicht drin, doch wir mussten den Kindern nichts abschlagen“, blickt sie auf die Jahre zurück, in denen das Leben noch nach Plan verlief.

Dann jedoch bekam der Familienvater Krebs, konnte nicht mehr arbeiten und wurde immer schwächer. Madlen Hentzschel pflegte ihren Mann, vor gut einem Jahr verlor er jedoch den Kampf gegen die heimtückische Krankheit. Seitdem ist die Oschatzerin Witwe, ihre Kinder Halbwaisen. „Die ersten Monate waren furchtbar, mittlerweile geht es den Kindern wieder besser“, beschreibt sie.

Nach dem Tod ihres Mannes zog sie um, die Familie lebt jetzt im „Millionenbau“, einem Gebäudekomplex an der Dresdener Straße in einer Vierraumwohnung: Die Kinder sind auf drei Zimmer verteilt, die Mutter baut abends im Wohnzimmer ihr Schlaflager auf. „In unserer alten Wohnung hatten wir ein Problem mit Schimmel. Zum Teil waren auch Möbel befallen, die ich deshalb nicht behalten konnte. Jetzt ist alles ein bisschen zusammengewürfelt“, sagt sie mit Blick auf die Einrichtung.

Mit Hilfe der Diakonie hat sie zuletzt Möbel für ein Kinderzimmer bekommen. In der kleinen Küche, die eigentlich ein Durchgangszimmer ist, wurde alles, was waagerecht ist, notgedrungen zur Ablage erklärt. „Aus Teilen meiner alten Küche und geschenkten Stücken von einer Freundin habe ich die Möbel hier zusammengestellt. Aber mehr Stauraum wäre wirklich gut“, sagt die 36-Jährige.

Gemeinsame Mahlzeiten – oft sogar noch mit Freunden – sind der Familie wichtig. „Wir frühstücken zusammen, bevor alle Kinder in die Schule gehen“, erzählt die Mutter, „und auch abends essen wir gemeinsam. Manchmal wird es etwas später, weil die Kinder warten, bis ich von der Arbeit kommen. Aber diese Zeit ist uns wichtig.“ Madlen Hentzschel hat einen 400-Euro-Job als Verkäuferin, ihre Arbeit beginnt wechselweise vormittags und nachmittags. Die Familie muss aufstocken, bekommt Hartz IV und einen Teil der Miete. Etwas auf die Seite zu legen, ist da nicht drin. „Ich versuche trotzdem, für Notfälle ein bisschen Geld zu haben. Außerdem brauchen die Kinder auch immer mal wieder etwas, zum Beispiel für Schulausflüge oder einen Kinobesuch“, beschreibt sie. Der Nachwuchs soll sich nicht ausgeschlossen fühlen und auch das machen können, was den Mitschülern möglich ist. Die fünf Kinder haben bereits gelernt, dass nicht immer alles und schon gar nicht gleich geht. „Wenn ich Nein sagen muss, akzeptieren sie das auch“, versichert Madlen Hentzschel, „aber ich mach das nicht gern. Ich wünsche mir, dass meine Kinder unbeschwert sind.“

Jana Brechlin

Die Aktion ist beendet. Wir danken allen Spendern recht herzlich!

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spenden
Advents-Gewinnspiele
Plätzchenrezepte der LVZ-Leser
Plätzchenbacken in der Vorweihnachtszeit. Foto: privat

Ob Butterplätzchen oder Zimtsterne, Kokosmakronen oder Lebkuchen: In der Weihnachtszeit gehört backen einfach dazu. Wir haben die LVZ-Leser nach ihren liebsten Plätzchenrezepten gefragt - und viele haben geantwortet. Sehen Sie hier eine Übersicht der schönsten Rezepte. Nachbacken eindeutig erwünscht!

Braune Pfeffernüsse

Butterplätzchen

Einhorn-Plätzchen

Engelsaugen

Haferflockenplätzchen

Igelplätzchen

Lebkuchen-Plätzchen

Mandelplätzchen

Mandel-Vanille-Plätzchen

Marmeladenaugen

Marzipan-Schokoladen-Gebäck

Mürbeteigplätzchen mit Erdbeermarmelade

Rosinenröllchen

Rotweinkipferl

Schoko-Cookies

Schoko-Nüssli

Schweizer Laibchen

Türmchen