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Ratgeber Gute Behandlungsmöglichkeiten von Grauem und Grünem Star im Frühstadium
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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
15:32 25.04.2018
Prof. Peter Wiedemann, Direktor der Augenklinik am UKL, rät, ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorge-Untersuchung zu gehen. Quelle: Stefan Straube

Wer gegen Augenerkrankungen vorsorgen will, sollte sich als erstes über die eigene Familiengeschichte informieren, rät Prof. Dr. Peter Wiedemann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig. „Denn viele der Krankheiten werden vererbt. Wenn beispielsweise Glaukomerkrankungen, volkstümlich als Grüner Star bezeichnet, in der Familie schon vorgekommen sind, sollte der Augenarzt bereits vor dem 40. Lebensjahr aufgesucht werden.“

Prof. Wiedemann empfiehlt:

Sonnenbrille tragen

Ein guter Schutz vor der UV-Strahlung sorgt dafür, dass schädliche UV-B- und UV-A-Strahlung nicht in die Augen gelangen kann. Mit einer guten Sonnenbrille wird also dem Entstehen des Grauen Stars (Katarakt) vorgebeugt, zudem bewahrt sie die Netzhaut vor Schäden. Ein guter Hinweis auf einen UV-Filter in den Gläsern ist das CE-Zeichen, das sich meist auf der Bügelinnenseite der Sonnenbrille befindet.

Nicht rauchen

Raucher haben ein erhöhtes Risiko, eine altersabhängige Makula-Degeneration zu entwickeln. Auch das Katarakt-Risiko ist bei ihnen höher. Denn: Da der Tabakkonsum zu einer Verengung der Gefäße führt, wird auch die Blutversorgung des Auges mit seinen feinen Äderchen eingeschränkt. Dadurch werden die Augen weniger gut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

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Gesund ernähren

Eine abwechslungs- und vitaminreiche Ernährung ist gut für den gesamten Körper – also auch für die Augen. Zudem haben Untersuchungen gezeigt, dass vor allem grünes Blattgemüse hilft, die Sehkraft zu erhalten. Eine mediterrane Diät senkt das Risiko der altersabhängigen Makuladegeneration.

Wie der Leipziger Augenexperte weiter rät, sollte sich jeder entsprechend seiner individuellen Risikofaktoren schützen. „Bei handwerklichen Arbeiten mit Hammer und Meißel oder bei Gartenarbeiten mit einer Motorsense – egal, ob im Beruf oder zu Hause – sollte unbedingt eine Schutzbrille getragen werden“, so Prof. Wiedemann.

Den Trägern von Kontaktlinsen legt Prof. Wiedemann ans Herz, auf Hygiene zu achten: „Es genügt nicht, die Linsen nur von oberflächlichen Ablagerungen zu säubern, sie müssen auch von Keimen befreit werden. Deshalb gehören die Kontaktlinsen über Nacht in eine geeignete und täglich frische Desinfektionslösung.“ Zudem warnt er, auf langen Flugreisen die Linsen im Auge zu belassen. Dies könnte zu einer Entzündung der Hornhaut führen, was zur Eintrübung der Hornhaut führen würde.

Regelmäßige Kontrolle

„Viele Augenerkrankungen treten mit steigendem Alter auf, wobei ich nicht vom Rentenalter rede“, sagt Prof. Wiedemann. „Denn schon ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko, beispielsweise an Grünem Star, also einem Glaukom, zu erkranken. Ich rate deshalb, ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen, wo die Hauptgefahren – Grauer Star, Grüner Star und Makula-Degeneration – im Mittelpunkt stehen. Die Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankungen sind ja gerade im Frühstadium besonders gut.“ Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind auch für Diabetiker erforderlich, denn das Risiko einer diabetischen Netzhauterkrankung steigt mit der Zeit der Krankheitsdauer.

Uwe Niemann

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