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Ratgeber Lebensgewohnheiten ändern - Schlaganfälle verhindern
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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
14:57 16.05.2018
Privatdozent Dr. Dominik Michalski (r.), Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie, im Gespräch mit Oberarzt Dr. Jost-Julian Rumpf. Quelle: Stefan Straube

Vermutlich wäre ein Großteil der Schlaganfälle vermeidbar, denn sie sind oft das Ergebnis einer jahrelangen Schädigung von Blutgefäßen. Doch Lebensgewohnheiten umzustellen und Therapietreue zu halten fällt vielen schwer. Das Motto des bundesweiten Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai 2018 lautete denn auch "Gesundheit braucht Motivation".

Vorsorge ist wichtig

Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) werden Jahr für Jahr hunderte Menschen wegen eines solchen Ereignisses behandelt. Privatdozent Dr. Dominik Michalski, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie, rät daher zu Motivation zur Vorsorge.

„Reichlich körperliche Bewegung, ausgewogene Ernährung, Verzicht aufs Rauchen, kein übermäßiger Alkoholkonsum", zählt er Maßnahmen auf. Das sei natürlich nicht immer einfach, weiß PD Dr. Michalski, reduziere aber langfristig und dauerhaft das Risiko kardiovaskulärer Folgeerkrankungen, zu denen der Schlaganfall gehöre.

Erneuten "Schlag" verhindern

Doch auch für Menschen, die bereits einen Schlaganfall erlitten hatten, der erfolgreich behandelt werden konnte, ist das Thema Motivation umso wichtiger. Denn bei ihnen geht es darum, einen erneuten „Schlag" zu verhindern. "Besonders wichtig ist die korrekte Einnahme der ärztlich verordneten Medikamente zum Beispiel gegen erhöhten Blutdruck oder gegen die Bildung von Blutgerinnseln. Darüber hinaus gelten die gleichen Empfehlungen zu den Lebensgewohnheiten, für die es sich zu motivieren lohnt", sagt Michalski als einer der Oberärzte der kürzlich rezertifizierten Stroke Unit (Schlaganfallstation) am UKL.

UKL aktuell

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Motivation zum Gesundbleiben

Dort sind 2017 mehr als 1000 Patienten behandelt worden. „Manche gehen ohne jede bleibende Einschränkung wieder nach Hause, andere benötigen dauerhaft Unterstützung im Alltag", berichtet er. Durch Rehabilitations-Maßnahmen könnten aber oft Defizite wie halbseitige Lähmungen oder Sprachstörungen zumindest wieder reduziert werden. Dennoch: „Am besten ist es immer noch, keinen Schlaganfall zu erleiden", fasst es Privatdozent Dr. Michalski zusammen. „Bleiben Sie gesund! Motivieren Sie sich!"

Markus Bien

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