Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
UKL aktuell Wenn der Bauch die Form verliert
Thema Specials Universitätsklinikum Leipzig UKL aktuell Wenn der Bauch die Form verliert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
15:59 10.10.2018
Bei einer Bauchwandrekonstruktion arbeitet Dr. Nick Spindler, Leitender Oberarzt des Bereichs Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie, eng mit der Abteilung für Geburtsmedizin, hier Oberärztin und stellvertretende Abteilungsleiterin Dr. Susanne Schrey-Petersen, zusammen. Quelle: Stefan Straube

Es ist ein Problem, das viele Frauen kennen: Trotz Rückbildungsübungen kehrt der Bauch nach einer Schwangerschaft und Geburt nicht in seine alte Form zurück, er verliert seine Festigkeit. Die sogenannte Bauchwandintegrität ist nicht mehr gegeben und der Bauch wölbt sich unschön nach vorn. Das passiert, weil sich Muskeln und Bindegewebe, die für den Geburtsvorgang zurückgewichen waren, nicht vollständig zurückbilden. In schlimmeren Fällen führt es zu schmerzhaften Hernien, also Brüchen des Nabels, bis hin zu Störungen der gesamten Integrität der Bauchwand.

Wir geben Lebensqualität zurück

Am Universitätsklinikum Leipzig wird dieses Problem operativ behoben, wenn andere Möglichkeiten keine oder nur unzureichende Erfolge bringen. Die eigene Familienplanung sollte zuvor möglichst abgeschlossen sein. Alle Patientinnen werden umfassend individuell beraten und betreut.
„Viele Frauen scheuen sich und wissen nichts von dem Angebot der Bauchwandrekonstruktion. Doch es ist nichts Schlimmes. Im Gegenteil: Wir geben Lebensqualität zurück und nehmen ihnen im besten Fall sogar die Schmerzen“, sagt Dr. Nick Spindler, Leitender Oberarzt des Bereichs Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie in der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL. Er und seine Kollegen arbeiten dabei eng mit dem Team der Abteilung für Geburtsmedizin um Prof. Holger Stepan zusammen.

Viele Frauen kennen das Problem: Nach einer Schwangerschaft und Geburt kehrt der Bauch nicht in seine alte Form zurück, er wölbt sich unschön nach vorn. Am UKL kann dies operativ behoben werden, wenn andere Möglichkeiten keine Erfolge bringen. Quelle: Stefan Straube

Schwierigkeiten bei der Rückbildung der Bauchdecke treten oft, aber nicht nur zum Beispiel nach Mehrlingsschwangerschaften auf. „Mit der Operation schließen wir die aufgetretene Lücke zwischen den Muskelsträngen, die sogenannte Rektusdiastase. Schließlich soll die Muskulatur ja die Frau schützen und stabilisieren“, erläutert Dr. Spindler. Unter Narkose erfolgt der Einschnitt in der „Bikini-Zone“, also dort, wo er später nicht sichtbar sein wird. Dann werden die auseinandergewichenen Bauchmuskeln wieder zusammengefügt. „Weil dabei auch überschüssiges Gewebe entfernt werden kann, hat das Ganze noch einen angenehmen Nebeneffekt: Das äußere Erscheinungsbild verbessert sich, der Bauch wird wieder glatt und straff“, so der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

UKL aktuell

Mehr aktuelle Informationen aus dem Universitätsklinikum Leipzig lesen Sie hier!

Bei Nabel- und Bauchwandbrüchen übernehmen die Krankenkassen die Kosten

Frühestens ein dreiviertel Jahr nach der Geburt und nach Beendigung der normalen Rückbildung sollten Frauen über einen solchen Eingriff nachdenken. Im Idealfall ist auch die Familienplanung bereits abgeschlossen. „Drei bis fünf Tage maximal liegen die Patientinnen bei uns auf Station“, erläutert Oberarzt Spindler, „einen Tag nach der Operation können sie wieder aufstehen. Ein Physiotherapeut hilft bei den ersten Schritten.“ Bei Nabel- und Bauchwandbrüchen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Eingriff, da es sich nicht um eine ästhetische Operation, sondern um die Rekonstruktion der Bauchwand handelt. Angesichts der Zurückhaltung vieler Betroffener betont
Dr. Spindler zudem: „Wir betreuen die Frauen, wir beraten und untersuchen sie gründlich, meist mit Ultraschall. Wir klären auf und gehen individuell auf ihre Sorgen und Probleme ein“, so der UKL-Mediziner.

Markus Bien

Terminvereinbarung: telefonisch unter 0341 – 97 17004

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der neuen Jahrgang startete am 01. September 2018 mit der Ausbildung an der Medizinischen Berufsfachschule (MBFS) des Universitätsklinikums Leipzig.

10.10.2018

Ambulante und stationäre Versorgung, neueste Therapien, Spezialsprechstunden und Forschung: Das UCCL ist einer der Hauptnutzer des neuen Klinikzentrums im Leipziger Universitätsklinikum (UKL).

20.09.2018

Wirbelsäulenerkrankungen und Rheuma haben viel miteinander zu tun. Im Universitätsklinikum Leipzig (UKL) entsteht eine gemeinsame Station für Patienten beider Bereiche.

27.09.2018