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Vor dem Tunnel ist nach dem Tunnel: 26 Bauten sind zwischen München und Berlin entstanden

Einer beeindruckender als der andere Vor dem Tunnel ist nach dem Tunnel: 26 Bauten sind zwischen München und Berlin entstanden

Die Premierenfahrt macht die ganze Dimension des Projekts klar. Immer wieder rast der ICE auf eine Tunnelöffnung zu. „Es gibt Leute, die behaupten, wir hätten hier die teuerste U-Bahn Deutschlands gebaut“, sagt Olaf Drescher, der Leiter des Bahn-Bauprojekts.

Der Tunnel Silberberg bei Großbreitenbach (Thüringen).

Quelle: dpa

Der südliche Teil zwischen München und Nürnberg wird schon seit 2006 genutzt. Der nördliche zwischen Leipzig und Berlin auch.

Jetzt hat der Konzern die Lücke dazwischen geschlossen, das Kernstück durch Thüringen. Dieser Teil der Strecke, die 107 Kilometer zwischen Ebensfeld im nördlichen Franken nach Erfurt, dauerte am längsten. Sie galt als besonders anspruchsvoll. Ingenieure mussten die Strecke durch den Thüringer Wald treiben. Die Hälfte der Strecke besteht aus Brücken und Tunneln – der längste ist acht Kilometer lang. Einer wird noch gebaut: Der Güterzugtunnel Nürnberg-Fürth. Knapp sieben Kilometer soll er lang werden.

Im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8 sind auf der Strecke zwischen Berlin und München einige Tunnel entstanden, andere wurden ausgebaut. Hier sehen Sie Fotos von einigen der beeindruckenden Tunnelbauten.

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Tunnelbau mit durchdachtem Konzept: Eine Röhre pro Gleis, verbunden mit Querstollen, das ist das Bauprinzip für die Tunnel auf der Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle. Im Ernstfall können Rettungsfahrzeuge direkt in die Tunnelröhren fahren. Das ist auch bei den Tunneln im Thüringer Wald möglich, die nach bewährter Bauweise mit einer zweigleisigen Röhre gebaut wurden. Alle Tunnel haben Notausgänge, die über Rettungsstollen und -schächte erreichbar sind. Feuerhemmende und rauchdichte Schleusen trennen den Fahrtunnel von den Rettungswegen. An den Ausgängen sind Rettungsplätze mit Landemöglichkeiten für Hubschrauber.

Vor Inbetriebnahme sind die zuständigen Feuerwehren und Rettungskräfte mit Schulungen und Notfallübungen auf mögliche Einsätze vorbereitet worden. Da die Röhren mit 300 Kilometer pro Stunde befahren werden können, haben sich die Ingenieure an fünf Tunnelportalen etwas Besonderes einfallen lassen: Schallschutzhauben. Sie bewirken, dass die Luftmassen, die die ICE bei hoher Geschwindigkeit vor sich her schieben, am Tunneleingang geräuschlos verwirbeln – ohne Knall.

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Das Projekt in Zahlen

4 Stunden Fahrtzeit zwischen München und Berlin

27 Tunnelbauwerke auf der Strecke

37 Talbrücken auf der Strecke

230 Kilometer Neubaustrecke

270 Kilometer Ausbaustrecke

10 Milliarden Investitionskosten

8.314 Meter längster Tunnel (Bleßbergtunnel)

8.600 Meter längste Brücke (Saale-Elster-Talbrücke)

4.500 Mitarbeiter beim Bau der Trasse

VDE 8 - Der Bauverlauf