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Bauwerke mit besonderem Anspruch: Firma LAP steuert Expertise und Fachwissen bei

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Sie ist die längste Bahnbrücke Deutschlands, bringt technisch einmalige Eigenheiten mit sich und bei ihrem Bau wurden spezielle umweltschonende Technologien angewandt: die Saale-Elster-Talbrücke. In die Umsetzung des Bauvorhabens involviert war das Unternehmen Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG (LAP).

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Die Unstruttalbrücke verbindet den Abschnitt zwischen Bibra- und Osterbergtunnel.

Quelle: Frank Kniestedt

Die Saale-Elster-Talbrücke führt im Südraum von Halle in einer Höhe von circa 20 Metern durch das Natur- und Vogelschutzgebiet Saale-Elster-Aue. Die Auenlandschaft unter dem Bauwerk mit den fließenden Gewässern der Saale, der Steinlache, der Stillen und der Weißen Elster ist ein wichtiges Brut-, Nahrungs- und Rastgebiet für zahlreiche Tierarten. Dieser Umstand hatte maßgebliche Auswirkungen auf die Bautätigkeit, die etwa im Frühjahr in ausgewiesenen Gebieten zeitweise ruhen musste.

Für das Bauwerk mit einer Gesamtlänge von 8,6 Kilometern inklusive Abzweigbrücke wurden etwa 250 Millionen Euro investiert. Vor zwei Jahren wurde die Brücke nach einer Bauzeit von neun Jahren im Zuge des Neubauabschnitts Leipzig-Erfurt in Betrieb genommen. Bisher einmalig im Netz der Deutschen Bahn AG ist eine Stahlbrückenkonstruktion mit einer Spannweite von 110 Metern als Stabbogenbrücke, die für die auf der Schnellbahnstrecke vorgesehene Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde ausgelegt ist.

In die Umsetzung des nachhaltigen Bauvorhabens involviert war auch das Unternehmen Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG (LAP). Das Ingenieurbüro aus Dresden war beteiligt an einem technischen Sondervorschlag und erstellte in einer Planungsgemeinschaft mit dem Ingenieurbüro Kinkel und Partner GmbH die Genehmigungs- und Ausführungsplanung. Außerdem wurden für die Funktionsfähigkeit des Bauwerks zahlreiche Sonderkonstruktionen für wichtige Brückendetails geplant, berechnet und durch das Eisenbahnbundesamt genehmigt.

Die Firma LAP gilt als Spezialist für die Tragwerksplanung anspruchsvoller Hoch- und Ingenieurbauten, Prüfung bautechnischer Nachweise im Eisenbahnbau, Bauüberwachung in Bahn-Angelegenheiten, zertifizierte Tragwerksplanung in der Denkmalpflege und Gutachten für Schäden an Gebäuden – um nur einen Auszug aus dem Portfolio des Unternehmens zu nennen, das seinen Innovationsgeist aus einer langen Tradition bezieht.

„Leonhardts Forderungen an das Bauen in der Verantwortung vor der Gesellschaft und sein Wertekanon zu Grundfragen der Ästhetik und Ethik sind von bleibender Aktualität. Sie werden im Büro LAP durch Einfallsreichtum, überdurchschnittliche Kenntnisse und langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Tragwerksplanung und der Objektplanung für Ingenieurbauwerke erfüllt. Dazu gehört ein ganzheitliches Verständnis für Bauwerke, deren Umfeld und deren kulturelle Bedeutung“, heißt es in der Firmenphilosophie mit Bezug auf den Gründer des Ingenieurbüros.

Wichtige Meilensteine in der über 75-jährigen Firmengeschichte von LAP sind der Stuttgarter Fernsehturm, die Kuppel des Reichstags in Berlin und zahlreiche ausgezeichnete Brückenentwürfe die weltweit zur Realität wurden.

Die Firma LAP hatte aber noch einen größeren Anteil am Verkehrsprojekt Deutsche Einheit. In ihr Aufgabengebiet fielen die bautechnische Prüfung der festen Fahrbahn sowie von vier weiteren Brücken auf der Aus- und Neubaustrecke VDE 8 von Leipzig über Erfurt bis durch den Thüringer Wald.

Eine dieser Brücken war die Unstruttalbrücke. Hier prüften die Ingenieure die Ausführungsunterlagen statistisch-konstruktiv. Die Unstruttalbrücke verläuft durch ein Gebiet, das sich durch steil abfallende Kalkhänge und flach geneigte Flanken auszeichnet. Sie verbindet den Bibra- und den Osterbergtunnel. Markant erhebt sich das Bauwerk bis in eine Höhe von 49 Metern und besteht im Wesentlichen aus einer Kette von vier lagerlosen Rahmenbrücken aus Spannbeton mit einer Länge von je 580 Metern. Die Einzelkonstruktionen stützen sich jeweils in der Mitte auf Stahlbetonbögen in Form eines umgedrehten V mit einer Spannweite von 108 Metern. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt knapp 2,7 Kilometer. 60 Millionen Euro wurden investiert, Inbetriebnahme erfolgte 2015. So wie die Saale-Elster-Talbrücke erlaubt die Unstruttalbrücke eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.lap-consult.com

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Video: VDE 8 im Überblick

Das Projekt in Zahlen

4 Stunden Fahrtzeit zwischen München und Berlin

27 Tunnelbauwerke auf der Strecke

37 Talbrücken auf der Strecke

230 Kilometer Neubaustrecke

270 Kilometer Ausbaustrecke

10 Milliarden Investitionskosten

8.314 Meter längster Tunnel (Bleßbergtunnel)

8.600 Meter längste Brücke (Saale-Elster-Talbrücke)

4.500 Mitarbeiter beim Bau der Trasse

VDE 8 - Der Bauverlauf