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LVZ-Wahlforum: Wie viel Geld für die Leipziger Kultur – und Millionenbeträge für Dresden?

LVZ-Wahlforum: Wie viel Geld für die Leipziger Kultur – und Millionenbeträge für Dresden?

Am 25. Mai wählt Leipzig einen neuen Stadtrat. Die Leipziger Volkszeitung lud Vertreter etablierter Parteien und interessierte Bürger zum Wahlforum in der LVZ-Kuppelhalle.

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Gewandhaus, Thomaner, Bachfest - Leipziger Kultur mit internationaler Strahlkraft.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Ein Kernthema: Die Finanzierung der Leipziger Kultur, die immer wieder als einzigartiger Standortvorteil gehandelt wird. Und die viel Geld kostet.

Finanzierung der Leipziger Kultur

LVZ: Die FDP will ab 2022 jedes Jahr zehn Millionen Euro weniger in die Kultur stecken. Nach einer Studie der HTWK fließt aber jeder Euro, den wir in die Kulturbetriebe geben, doppelt zurück. Warum an so einem Konzept kratzen?

Reik Hesselbarth (FDP)

Wir wollen im Kulturbereich die Spitze stärken, die auch internationales Publikum nach Leipzig holt. Und das sind Gewandhaus, Thomanerchor und Bachfestival. Man muss aber auch sehen: Die Freie Szene holt mittlerweile 50 Prozent der Besucher, und die Stadt tut sich schwer, der Szene fünf Prozent des Kulturbudgets zu geben. Für uns ist klar: Schauspiel und Oper müssen auf den Prüfstand. Und zur HTWK-Studie: Diese Studie stützt sich auf die Semperoper in Dresden – da sage ich: Thema verfehlt.

Skadi Jennicke (Die Linke)

Wir brauchen mittelfristig Strukturveränderungen. Die Freie Szene hat eine solche Professionalisierung in den letzten Jahren erlebt, die es nicht mehr rechtfertigt, sie finanziell derart prekär auszustatten.

LVZ: Was macht denn der Freistaat, Herr Clemen? Semperoper und Staatsschauspiel bekommen 60 Millionen Euro, zu Lasten der Kulturraum-Förderung, an der auch Leipzig hängt.

Robert Clemen (CDU)

Leipzig bekommt mehr als ein Drittel der gesamten Kulturraummittel des Freistaats, nämlich 36,6 Millionen Euro pro Jahr. Mit dem Kulturraumgesetz wurde die einzigartige Kulturlandschaft Leipzigs bisher ja erhalten. Tatsächlich gibt es bei der Berechnung einen "Veredelungsfaktor" für jeden Einwohner der großen Städte, der mit einem Aufschlag pro Kopf für die Kulturleistungen verbunden ist. Viele Landkreise opponieren dagegen, und wir werden dafür streiten müssen, dass das erhalten bleibt.

Wenn wir die Solidarität der großen Städte verspielen, tun sich die Landräte zusammen und werden die Regelung kippen.  Die Stadt Dresden ist übrigens verpflichtet, auch ihren Beitrag für die Häuser zu zahlen, die durch Landesmittel finanziert werden. Aber Dresden ist nun mal Landeshauptstadt, und nicht Leipzig.

Durch Landesmittel kann nun auch die Musikalische Komödie in Leipzig erhalten bleiben. Für uns wäre es aber vernünftig, Oper und Schauspiel zusammenzuführen.

Axel Dyck (SPD)

Wenn wir mit dem Skalpell in die Leipziger Kultur ’reinschneiden, weiß ich nicht, wie der Patient hinterher auf dem einen oder anderen Bein hinkt.

Reik Hesselbarth (FDP)

Wenn man etwas verändert, besteht auch die Gefahr, dass man etwas falsch macht. Was die Zuschüsse der Eintrittskarten betrifft, sind wir in Leipzig ganz weit oben. Zur Wahrheit gehört auch, dass man in Dresden Strukturveränderungen gewagt hat.

Katharina Krefft (Grüne)

Der Oberbürgermeister kann sich auch nicht hinstellen und sagen: Darüber und darüber reden wir nicht. Im Kulturbereich und bei anderen Themen haben wir erlebt, dass der OBM die Linie vorgegeben hat, obwohl das eigentlich nicht seine Aufgabe ist. Da muss der Stadtrat deutlich selbstbewusster werden in der nächsten Wahlperiode.

Weitere Statements der Kandidaten:

Gretchenfrage: Warum ist Ihre Fraktion die beste Wahl für Leipzig?

Moscheebau und Asylbewerber: Wie weltoffen ist Leipzig?

Kitaplatz-Misere: Hat der Stadtrat die Entwickung verschlafen?

Was kann sich Leipzig leisten? ÖPNV, St. Georg, Gewerbesteuer

Bundesliga-Lizenz für RB Leipzig ist Thema bei Kommunalpolitikern

Evelyn ter Vehn

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