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Polizeipräsident Merbitz beklagt "neue Qualität" der Aggressivität im Leipziger Wahlkampf

Polizeipräsident Merbitz beklagt "neue Qualität" der Aggressivität im Leipziger Wahlkampf

In zivil verfolgte Polizeipräsident Bernd Merbitz die Prognosen der Europawahl im Festsaal des Neuen Rathauses. Das Zwischenergebnis der NPD mit knapp drei Prozent löste bei ihm Entsetzen aus.

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Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz verfolgte am Sonntag die Ergebnisse der Europa- und Stadtratswahlen im Neuen Rathaus.

Quelle: Robert Nößler

Leipzig. "Die NPD hat versucht, mit Themen wie Asylbewerbern und dem Moscheebau in Leipzig nicht nur zu polarisieren, sondern Ängste zu schüren. Für mich ist erschreckend, dass so viele Leute darauf reinfallen", so Merbitz gegenüber LVZ-Online.    Die Anschläge auf NPD-Kandidaten im Vorfeld der Wahl verurteilte er zutiefst. "Solche Angriffe sind keine Form der Auseinandersetzung, die wir tolerieren. Wir ermitteln hier unter Hochdruck", betonte der Polizeichef. Gleiches gelte für Drohungen und Anfeindungen gegen Kandidaten der AfD im Wahlkampf. Merbitz sprach insgesamt von einer "neuen Qualität der Aggressivität" im Wahlkampf, die ihn besorgt stimme.  

Hunderte Wahlplakate abgerissen

  Fassungslos zeigte sich Merbitz auch über die große Anzahl heruntergerissener oder zerstörter Wahlplakate nahezu aller Parteien. Mehrere hundert Stück wurden in den vergangenen Wochen allein in Leipzig beschädigt. "Das gab es in diesem Ausmaß noch nie", berichtete Merbitz.    Er kündigte auch hier ein hartes Vorgehen an und konnte bereits einen Ermittlungserfolg vermelden. Zwei jugendliche Randalierer hätten am Wochenende in Grünau und in der Innenstadt durch Zeugenhinweise gestellt werden können. Hintergrund waren hier laut Merbitz jedoch weniger politische Motive als vielmehr blinde Zerstörungswut.

Robert Nößler

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