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"SPD, wir saufen euer Bier": Die Partei provoziert Tumulte im Leipziger Rathaus

"SPD, wir saufen euer Bier": Die Partei provoziert Tumulte im Leipziger Rathaus

Wie viele Getränke er an diesem Abend hatte, daran konnte sich Thomas Kumbernuß, 43, Spitzenkandidat der "Partei" im Wahlkreis 4 um 23.30 Uhr nicht mehr erinnern.

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Thomas Kumbernuß, 43 (ganz rechts), Spitzenkandidat der "Partei" im Wahlkreis 4.

Quelle: Robert Nößler

Leipzig. Mehr Klarheit herrschte da schon bei den Sitzen im Leipziger Stadtrat: Mit einem Prozent verpasste die Spaßgruppierung den Einzug in die Ratsversammlung knapp. Mit ihrem skurrilen Auftritt sorgte sie am Wahlabend aber fast für einen Eklat.

Vor rund 100 wartenden SPD-Parteifreunden und Medienleuten entriss Kumbernuss in der Oberen Wandelhalle zunächst dem SPD-Kreisvorsitzendem Michael Clobes einen Blumenstrauß, der für Europa-Kandidatin Constanze Krehl gedacht war. Unter dem Gejohle von Genossen und dem Blitzlicht der Fotografen reckte der Traktoren-Schlosser sein Bierglas in die Höhe und brüllte: "SPD, wir saufen euer Bier." Erst nach einiger Diskussion gab er den Strauß an Clobes zurück - der nahm es mit Humor.

Im Festsaal, wo später die Stadtrats-Ergebnisse präsentiert wurden, sorgten die "Partei"-Mitglieder, einige davon in Sakko und kurzer Hose, mit Gebrüll immer wieder für Unruhe. Einige Biere später kam es fast zum Affront: Kumbernuss geriet bei einem Gespräch mit CDU-Stadtrat Karsten Albrecht aneinander und beschimpfte diesen lauthals als "spießiges Arschloch".

Albrecht behielt einen kühlen Kopf und ließ sich nicht provozieren: Er wendete sich lächelnd ab. Worum es bei dem Streit ging, blieb unklar. Der CDU-Mann seilte sich mit seinen Parteifreunden in die Mephisto-Bar ab, "Partei"-Kandidat Kumbernuss sprach später von Wahlbetrug. "Wir haben OECD-Wahlbeobachter angefordert. Aber die wurden nicht zugelassen."

Die Partei ist eine 2004 von Redakteuren der Zeitschrift Titanic gegründete Gruppierung mit parodistisch-satirischem Charakter.

Robert Nößler

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