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Landtagswahl 2014 LVZ-Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen: CDU trotz Einbußen klar vorn, Linke holt auf
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Wahlen 2014
16:46 17.08.2014
Die Ergebnisse der vergangenen Umfragen im Vergleich zum Votum von 2009. Quelle: LVZ
Leipzig

Damit bleibt sie zwar mit Abstand die stärkste politische Kraft im Freistaat, rutscht aber von 49 Prozent im Dezember über 45 im Juni immer weiter nach unten. Sie hätte – im Unterschied zu den vorangegangenen Umfragen – damit keine absolute Mehrheit im neuen Landtag und müsste sich einen Partner suchen. Bei der Landtagswahl 2009 kam die Partei auf 40,2 Prozent.

Die zweitstärkste Kraft im Landtag bliebe die Linke, die in der Wählergunst beständig nach oben kletterte (15 Prozent im Dezember, 16 Prozent im Juni) und die jetzt 18 Prozent erreicht (2009: 20,6). Ihr folgt die SPD, die bei 13 Prozent liegt (2009: 10,4). In den Landtag kämen auch die Grünen (2009: 6,4) und die AfD, die beide derzeit mit sechs Prozent locker die Fünf-Prozent-Hürde schaffen.

FDP und NPD wären nicht mehr im Landtag

Schlecht sieht es für die FDP (2009: 10,0) aus, die nicht über drei Prozent kommt, und auch für die Freien Wähler (zwei Prozent) und die Piraten (ein Prozent). Die rechtsradikale NPD (2009: 5,6) hat sich von einem Prozent im Dezember auf jetzt vier Prozent vorgearbeitet und wäre damit draußen. Aber bei der Rechtsaußenpartei sind Prognosen erfahrungsgemäß schwierig. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage des Leipziger Marktforschungsinstituts Uniqma. Es befragte im Auftrage der Leipziger Volkszeitung vom 6. bis 10. August 800 Wahlberechtigte in ganz Sachsen.

Die Popularitätswerte der einzelnen Spitzenkandidaten im Vergleich. Quelle: LVZ

Anders als in Thüringen, wo am 14. September gewählt wird und wo eine rot-rote Landesregierung eine reale Option ist, kommt diese Konstellation für Sachsen rein rechnerisch überhaupt nicht in Frage. Rot-Rot erreicht nur 31 Prozent. Auch Rot-Rot-Grün käme nur auf 37 Prozent und hätte damit in Sachsen keine Mehrheit. Doch genau das ist die Farbkombination, die derzeit auf der Wunschliste der Sachsen vorn liegt. Jeder Vierte (25 Prozent) bevorzugt Rot-Rot-Grün. Gleich dahinter folgt der Wunsch nach einer CDU-Alleinregierung; von 24 Prozent der Befragten. Weitere 24 Prozent wünschen sich eine große Koalition aus CDU und SPD in Sachsen, die es bereits von 2004 bis 2009 gegeben hatte. Auf Schwarz-Grün setzt jeder zehnte Sachse, jeder elfte hofft auf die Fortsetzung von Schwarz-Gelb.

Beliebtester Spitzenkandidat ist Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), den 77 Prozent der Befragten sympathisch finden. An zweiter Stelle folgt der SPD-Partei- und -Fraktionschef Martin Dulig (73 Prozent). Dahinter rangieren eng beieinander Antje Hermenau (Grüne, 55 Prozent), Steffen Große (Freie Wähler, 55 Prozent) und der Partei- und Fraktionschef der Linken, Rico Gebhardt (54 Prozent).

Anita Kecke

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