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Landtagswahl 2014 Landtagswahl: Spitzenkandiaten haben abgestimmt - geringe Beteiligung in Leipzig
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Wahlen 2014
16:10 31.08.2014
Stanislaw Tillich (CDU) bei der Stimmabgabe. Quelle: dpa
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Dresden/Leipzig

 

Herausforderer Martin Dulig von der SPD wählte in Moritzburg bei Dresden und bekannte anschließend via Twitter: "Ein bisschen aufgeregt bin ich jetzt schon." Rico Gebhardt von den Linken und Antje Hermenau von den Grünen gaben in Dresden ihre Stimme ab.

FDP-Chef Holger Zastrow hat am Sonntag nochmals an die Wähler appelliert. „Wir waren die Besten, wir haben gekämpft wie die Löwen“, sagte er in Dresden. Jetzt müsse der Wähler entscheiden, ob er eine Regierung mit oder ohne FDP wolle.

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Grünen-Chef Volkmar Zschocke gab seine Stimme in einem Gymnasium auf dem Chemnitzer Kasberg ab. Er kam in grünen Turnschuhen und sagte, diesmal sei er doch etwas angespannt.

AfD-Spitzenkandidatin und Bundesvize Frauke Petry gab ihre Stimme in dem Ort Tautenhain bei Leipzig ab. Erst vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft Leipzig gegen Petry wegen möglicher Insolvenzverschleppung ermittelt. Sie hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen.

 

In der Stadt Leipzig war die Abstimmung bisher schleppend. Bis 16 Uhr hatten gerade 36,2 Prozent der Wahlberechtigten in der Messestadt den Gang zu den Urnen absolviert. Das gab das Amt für Statistik und Wahlen bekannt. Vor fünf Jahren waren es zum selben Zeitpunkt 40,8 Prozent. Möglicherweise hat der Dauerregen am Vormittag viele Bürger von einem Spaziergang in die Wahllokale abgehalten. Nur am frühen Nachmittag zeigte sich kurz die Sonne. 2009 lag die Wahlbeteiligung in Leipzig bei 48,9 Prozent. Da diesmal die Abstimmung auch noch auf den letzten Ferientag fällt, wird eine geringere Beteiligung befürchtet.

Landesweit lag die Beteiligung um 16 Uhr bei 33,3 Prozent, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Bei der Abstimmung 2009 waren es um die gleiche Zeit 27,6 Prozent gewesen. In der Region Chemnitz hatten um 16 Uhr 33,2 Prozent der Wahlberechtigten gewählt, in der Region Dresden waren es 35,7 Prozent und in der Region Leipzig 29,7 Prozent.  Es wird mit einem Anteil von Briefwählern von 9,1 Prozent gerechnet. Zuletzt hatte die Wahlbeteiligung vor fünf Jahren in Sachsen bei insgesamt 52,2 Prozent gelegen. Die Wahllokale schließen um 18 Uhr.

Der schwarz-gelben Regierung von Ministerpräsident Tillich (CDU) droht als letztem Bündnis von Christdemokraten und Liberalen in Deutschland das Aus. Die CDU dürfte laut Umfragen zwar erneut stärkste Kraft werden, die FDP muss jedoch um den Wiedereinzug in den Landtag bangen.

Zweitstärkste Kraft dürfte den Umfragen zufolge die Linke werden, vor der SPD, die sich bereits als möglicher Partner für eine Koalition mit der CDU in Position gebracht hat.

Erstmals dürfte die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) in ein Landesparlament einziehen. Bei den Grünen könnte es knapp werden, auch der Wiedereinzug der rechtsextremen NPD in den Landtag gilt als offen.

mro/dpa

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