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Wahlen 2014
01:00 02.09.2014
Michael Weichert (Die Grünen) will nach der Landtagswahl "vielleicht Gast-Kommentator bei der LVZ werden". Quelle: André Kempner

Den ersten Schock haben die meisten verdaut. Aber wie geht es für sie weiter?

"Ich werde vielleicht Gast-Kommentator bei der LVZ", feixt Michael Weichert, der mehrere Optionen nennt. Der 60-Jährige besitzt eine Beraterfirma - die hatte in den letzten Jahren durch die Landtagstätigkeit allerdings fast keine Umsätze. Mit dem Unternehmen installiert er ab Herbst einen "Licht-Stammtisch" - ein Podium für innovative Firmen der Beleuchtungsbranche. Zudem will sich Weichert mehr um sein Ehrenamt als Honorarkonsul für Bosnien-Herzegowina kümmern. Der gelernte Gastronom kann sich auch vorstellen, Existenzgründer der Gastro-Branche zu beraten oder Unternehmenssprecher für einen Mittelständler zu werden.

"Die machen ganz viele gute Sachen und reden nicht drüber." Mit dem Ergebnis vom Sonntag hat Weichert seinen Frieden gemacht. "Meine größte Enttäuschung habe ich schon vorher erlebt - am 8. März." Damals hatte Weichert für Platz 6 auf der Grünen-Landesliste kandidiert. "Dass ich dann bis auf Platz 16 durchgereicht wurde, war für mich ein schlimmes Ergebnis. Ich weiß bis heute nicht warum. Eine ehrliche, klare Antwort habe ich nicht gekriegt."

Volker Külow (53) hat sich "wieder berappelt". Er habe schon andere Lebenskrisen überstanden. "Langsam verraucht der Ärger; ich bin stolz, es so weit gebracht zu haben." Und wie geht es bei ihm weiter? - "Kommt Zeit, kommt Rat", sagt Külow. Eine Rückkehr zu den Wurzeln sei aber unwahrscheinlich: "Ich komme aus der marxistischen Geschichtsschreibung, da bin ich für einige Leute ein rotes Tuch."

Dietmar Pellmann (Linke), der nach 15 Jahren Abschied von der aktiven Politik nehmen muss, war gestern für ein Statement nicht zu erreichen. Der 63-Jährige deutete allerdings schon im Wahlkampf an, dass er im Falle einer Niederlage in den Ruhestand gehen werde.

CDU-Kreischef Robert Clemen, der sein Mandat an Juliane Nagel (Linke) verloren hatte, hält sich bislang über seine Zukunft bedeckt. Vor seiner politischen Karriere gehörte er dem MDR-Sinfonieorchester an, war zugleich Personalrats­vorsitzender der Zentrale des MDR. Gut möglich, dass er dahin zurückkehrt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.09.2014

Björn Meine;Klaus Staeubert

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