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Zoo-Nachrichten Orang-Utan-Baby verstärkt Affenkindergarten in Leipzigs Zoo
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12:11 19.02.2018
Das Baby von Padana schmiegt sich an seine Mutter. Quelle: Zoo Leipzig
Leipzig

Geburt zum Schulanfang bei den Orang-Utans: Gerade einmal zehn Minuten dauerte die Geburt des zweiten Jungtieres bei Orang-Utan-Weibchen Padana am Samstagmorgen. Unruhig und bereits in den Wehen empfing das 20 Jahre alte Weibchen die Tierpfleger am Morgen, die sich daraufhin entschlossen, Padana im Schlafgehege zu lassen. Nur kurze Zeit später hielt Padana ihr Baby bereits in den Armen. Als erfahrene Mutter umsorgte Padana ihren Nachwuchs sofort und seitdem vorbildlich und liebevoll. Die ersten Trinkversuche konnten die Pfleger noch am selben Tag beobachten.

„Das Kleine macht einen gesunden, stabilen und munteren Eindruck, schläft viel und hält sich sehr gut am Bauch der Mutter fest. Wir drücken die Daumen, dass sich das zweite Orangbaby 2017 genauso gut entwickelt wie die anderen Menschenaffenkinder bei den Gorillas, Bonobos und Schimpansen. Die Besucher können bei uns einen wahren Affenkindergarten erleben“, freut sich Zoodirektor Jörg Junhold.
Vater des Neuankömmlings und Oberhaupt der nunmehr achtköpfigen Gruppe ist der 36 Jahre alte Bimbo, der bereits fünfmal für Nachkommen in Leipzig sorgte. In den nächsten Tagen werden Mutter und Kind für die Besucher zeitweise auf der Innenanlage zu sehen sein. Die letzte Geburt bei den „Baummenschen“ fand erst am 25. März 2017 statt. Orang-Utan-Weibchen Raja (geboren 26. September 2003 in Leipzig) sorgte mit ihrem Sohn Martok für den ersten Orang-Nachwuchs. „Nachzuchten bei den hochbedrohten Orang-Utans geben immer Anlass zur Freude. Die Bestandszahlen freilebender Orangs auf Borneo und Sumatra sind besorgniserregend. Umso wertvoller ist jede Nachzucht in Zoos“, so Junhold.

Orang-Utan-Weibchen tragen circa neun Monate und gebären meist ein Jungtier. Sie sind dafür bekannt, sich äußert fürsorglich und bis zu sieben Jahre um ihre Zög- linge zu kümmern. Die asiatischen Prima- ten haben damit auch die geringste Reproduktionsquote unter allen vier Menschenaffen-Arten. In den letzten Jahren hat sich die Population auf Borneo (rund 54.000 Tiere) und Sumatra (14.000 Tiere) trotz intensiver Schutzmaßnahmen stark reduziert. Generell sind fortschreitende Lebensraumzerstörungen durch Brandrodungen und Wilderei verantwortlich.

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