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Zoo Leipzig - Infos und Events: Ein Special von LVZ.de in Kooperation mit dem Zoo Leipzig
22:14 17.05.2018
Das Südamerika-Gelände im Leipziger Zoo wurde am 17. Mai 2018 feierlich für die Besucher des Zoos eröffnet. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

 Der Zoo wächst weiter. Vor mehr als 400 Gästen hat Direktor Jörg Junhold am Donnerstag die neue Südamerika-Welt in Betrieb genommen. 4,7 Millionen Euro wurden in den 1,6 Hektar großen Bereich investiert. Das ehemalige Tiger- und Wildpferde-Areal von 1968 war nicht mehr auf der Höhe der Zeit; in 16 Monaten Bauzeit wurde es umgebaut.

Manche Tiere sind auf das neue Gelände umgezogen, gut 20 sind neu dazugekommen. Die Landschaft wird mit einem 110 Meter langen Holzsteg und einem weiteren Pfad durchquert; der Besucher läuft teilweise über den Köpfen von Mähnenwölfen, Ameisenbären, Pampas-Hasen, Südamerikanischen Wasserschweinen oder Nandus hinweg.

Der „Zoo der Zukunft“ in Leipzig hat ein neues Areal: Nach der Umgestaltung hat Zoochef Jörg Junhold jetzt den ersten Teil der Südamerika-Anlage eröffnet.

Capybaras und Pampashasen

Auf dem Weg zum Zoo der Zukunft sei eine weitere Etappe geschafft, sagte Junhold. Dabei verzögerte der dreiwöchige Frost im März die Bauarbeiten, trotzdem habe man den Eröffnungstermin halten können, erklärte der Zoochef und lobte den Einsatz der Mitarbeiter und der Baufirmen.

Skadi Jennicke (Die Linke), Kulturbürgermeisterin und Zoo-Aufsichtsratschefin, zeigte sich beeindruckt vom Tempo, der Dynamik und der Zuverlässigkeit bei der Weiterentwicklung des Geländes. Jedes Jahr gebe es etwas Neues; die Projekte würden immer pünktlich abgeschlossen.

Vor 18 Jahren hatte der Stadtrat den Masterplan für den Zoo der Zukunft abgeschlossen. Die Rahmenbedingungen für die konsequente Umsetzung, vor allem für die Finanzierung, würden nicht einfacher. Der Stadtrat stehe aber zum Zoo; letztes Jahr flossen 4,5 Millionen Euro für Investitionen direkt aus der Stadtkasse, dieses Jahr sind es 4,3 Millionen.

Dass immer wieder Geld für neue Vorhaben fließen kann, ist auch ein Verdienst des Zoo-Fördervereins. Der steuerte mit rund 240.000 Euro etwa fünf Prozent der Bausumme gesichert hat. Die knapp 1400 Mitglieder um den Vorsitzenden Michael Weichert unterstützen immer wieder die großen Projekte, wollen dieses Jahr weitere 480.000 Euro an den Zoo übergeben. sagte Weichert. Die Anlage sei gelungen und hebe sich in Architektur und Materialverwendung von den anderen Themenbereichen ab.

“Erfolgreiche Entwicklung“ des Zoos

„Das ist ein wichtiger Entwicklungsschritt für die gesamte Zoo-Gemeinschaft“, sagte Olivier Pagan, Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz und selbst Direktor im Baseler Zoo. Leipzig sei ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Entwicklung eines Zoos; das motiviere auch andere Verbandsmitglieder, sagte Pagan.

Es könnten nun noch mehr Gäste von außerhalb in die Stadt gelockt werden, meinte Volker Bremer, Chef der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH. Der Zoo schaffe es immer wieder, die Stadt zu beleben, davon hätten alle etwas, so Michael Zielke, Karstadt-Chef und Vorsitzender der Händler-Vereinigung City Leipzig.

Südamerika II ab Ende des Jahres

Zoo-Direktor Junhold kündigte als flankierende Aktion zur neuen Themen-Welt ein konkretes Artenschutz-Projekt in Lateinamerika an. Ende des Jahres starten dann die Planungen für Südamerika II. Für 20 Millionen Euro entsteht unter anderem ein 360-Grad-Tunnel für Besucher, die darin von Pinguinen und Robben umschwommen werden. Geplante Fertigstellung: 2020/2021.

Ende dieses Jahres schließt außerdem das Aquarium für die anderthalb Jahre andauernde Sanierung. Einige Tiere werden solange in rückwärtiger Haltung versorgt, für andere – etwa die Haie – sucht der Zoo nach einem Ausweichquartier.

Alle Infos im Zoo-Special!

Von Björn Meine

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