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Sport, Kultur, Tiere: Das können Sie in Leipzig kostenlos erleben

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09:40 26.07.2021
Outdoor Sport, Aussichtsturm oder Wildpark: Für diese Ausflüge braucht man keinen Geldbeutel.
Outdoor Sport, Aussichtsturm oder Wildpark: Für diese Ausflüge braucht man keinen Geldbeutel. Quelle: Christian Modla/Regina Katzer/Jörg ter Vehn
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Leipzig

Für eine schöne Ferienzeit muss man nicht weit wegfahren – und auch kein Geld ausgeben. Die LVZ präsentiert tolle Ideen und Ausflüge in und um Leipzig, die keinen Cent kosten. Egal ob Museum oder Geocaching – es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Outdoor Sport

Volleyball, Skateboarding oder Bouldern: In Leipzigs Parkanlagen kann man sich sportlich austoben. Im Lene-Voigt-Park in Reudnitz wird bei gutem Wetter Beachvolleyball gespielt – neue Spielpartner sind stets willkommen. Auch eine Kletterwand befindet sich dort. Nur wenige Meter weiter gibt es einen Skatepark.

An der Anton-Bruckner-Allee gibt es neben dem Spielplatz eine Fitness-Anlage, wo mit eigenem Körpergewicht trainiert werden kann. Auch im Clara-Zetkin-Park gibt es einen Outdoor Trimm-dich-Pfad mit Sportgeräten.

Die Turner Sascha Kodytek (oben) und Alexander Gremer trainieren auf dem Outdoor Trimm-dich-Pfad im Clara-Zetkin-Park. Quelle: Christian Modla

Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder vielleicht sogar im Wasser: In Leipzigs Umgebung gibt es diverse Landschaften und Seen, die erkundet werden möchten. Wer sich in der Region noch nicht so gut auskennt, findet verschiedene Rad- und Wandertouren über die App „Komoot“.

Kostenlos ins Museum

Viele Museen gewähren einmal im Monat allen Besuchern freien Eintritt. Das Stadtgeschichtliche Museum, die Museen im Grassi und das Museum der bildenden Künste bieten jeden ersten Mittwoch im Monat freien Eintritt an. Das Bach-Museum Leipzig öffnet jeden ersten Dienstag im Monat und die Galerie für Zeitgenössische Kunst sogar jeden Mittwoch kostenfrei.

Einige Museen sind sogar komplett kostenlos. So zum Beispiel das zeitgeschichtliche Forum, das Schulmuseum, die Halle 14 und das Deutsche Buch- und Schriftmuseum.

Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig präsentiert momentan die Ausstellung „Tatort. Mord zur besten Sendezeit“. Der Eintritt ist kostenfrei. Quelle: Dirk Knofe

Wildpark, Zoo-Fenster und Katzen streicheln

Der Wildpark Leipzig ist ein attraktives Naherholungsgebiet, in dem man einheimische Tiere in einem natürlichen Lebensraum erleben kann. Aus einem kleinen Damwildgehege im Jahr 1904 wurde ein 46 Hektar großes Areal mit etwa 25 Tierarten. Unter anderem sind Elche, Luchse und Waschbären zu sehen. Das Portemonnaie kann man dabei zu Hause lassen.

In den Leipziger Zoo gelangt man zwar nicht kostenlos, doch einen Blick auf das Giraffengehege gibt es umsonst. Vom Rosental können Spaziergänger zumindest ein paar Giraffen oder Zebras in einer Savannenlandschaft erspähen.

Im Wildpark Leipzig kann man einheimische Tiere wie das Manitoba-Wapiti (l.) und den Bucharahirsch entdecken. Quelle: Jörg ter Vehn

In den Tierheimen der Region werden immer helfende Hände gesucht. Katzenliebhaber können im Tierheim Leipzig mit den Miezen spielen, sie streicheln und kämmen. Auch bei der täglichen Arbeit, den Reinigungsarbeiten oder Reparaturen ist Unterstützung willkommen.

Wer eher Hunde- statt Katzenmensch ist, kann zu bestimmten Zeiten Tierheimhunde ausführen. Wann und wie das möglich ist, sollte man bei dem jeweiligen Tierheim vorab erfragen.

Stöbern auf Flohmärkten

Stöbern und schlendern – das klappt am besten auf dem Flohmarkt. Sollte man fündig werden, wird natürlich doch etwas Geld benötigt. In der Regel sind die Preise aber sehr günstig.

Anfang August findet zum Beispiel ein Kiezflohmarkt im Westwerk in Plagwitz statt. Von Klamotten, Fahrrädern, LPs, Büchern bis hin zu Möbeln gibt es hier alles, was das Sammlerherz begehrt. Am Cospudener See findet am 31. Juli und 1. August ein Töpfermarkt statt. Einen Überblick über die Leipziger Flohmärkte gibt es hier.

Bücherschränke und Geocaching

An 16 Standorten in ganz Leipzig gibt es kostenlose Bücherschränke. Wer seine Bücher aussortieren möchte, kann sie dort hinterlassen und anderen eine Freude machen. So findet man auch selbst regelmäßig neuen Lesestoff.

„Mach mit bei der weltweit größten Schatzsuche“, heißt es auf der Website von Geocaching. Sobald die App heruntergeladen wurde, geht es los. Die Verstecke werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können dann mithilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Im Versteck findet man einen Behälter, inklusive Logbuch. Der Geocacher kann sich schließlich in das Buch eintragen.

Ein Blick in die Kirchen

Leipzig und die Region bieten eine Vielzahl an eindrucksvollen Kirchen. Ein Besuch ist fast immer kostenlos. Nikolai- und Thomaskirche bilden die zwei Hauptkirchen der Stadt und befinden sich mitten im Zentrum. In der Thomaskirche befindet sich das historische Grab von Johann Sebastian Bach.

Die Propstei am Wilhelm-Leuschner-Platz ist Deutschland modernster Kirchenneubau und besitzt eine preisgekrönte Architektur. Im Inneren erwartet die Besucher sakrale, zeitgenössische Kunst.

Ein Hingucker ist auch die Bonifatius-Kirche in Connewitz. Die katholische Kirche im Stil des Art déco wurde circa 1930 errichtet.

Die Bonifatius-Kirche in Connewitz ist einen Besuch wert. Quelle: Andre Kempner

Botanischer Garten

Der botanische Garten im Friedenspark ist einer der ältesten weltweit. Um 1543 wurde er zunächst als medizinischer Pflanzengarten angelegt. Heute besteht er sogar aus drei verschiedenen Gärten: Dem Tastgarten, dem Apothekergarten und den Schaugewächshäusern (kostet Eintritt).

Ausblick vom „Wackelturm“

Einen tollen, unverbauten Blick auf die Stadt gibt es kostenlos vom Rosentalturm inmitten des Auwaldes – unter Leipzigern auch bekannt als „Wackelturm“. Der Aufstieg ist wohl nichts für Menschen mit Höhenangst, denn der Aussichtsturm macht seinem Namen alle Ehre.

Nichts für Menschen mit Höhenangst: der „Wacktelturm“ im Rosental. Oben wird man allerdings mit einem tollen Blick auf die Stadt belohnt. Quelle: Regina Katzer

Lost Places entdecken

In der Region Leipzig gibt es „verlassene Orte“, die Geschichten von früher erzählen. Die leerstehenden Ruinen dienen oft als Fotomotiv oder Ausflugsziel.

So zum Beispiel der verfallene Lokschuppen zwischen Kohlrabizirkus und MDR. Früher wurden dort die Loks der Bahn untergestellt und gewartet. Neben dem Portikus ist es das einzige, originale Überbleibsel des Bahnhofsgeländes aus der Zeit um 1900. Heute trifft man dort auf Skater, Sprayer oder Feierwütige.

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An der Lützner Straße ist die riesige Fabrik-Ruine, einst die Jutespinnerei „Tränkner und Würker“, kaum zu übersehen. Das Gelände mit den riesigen Hallen und dem Schornstein am Kanal liegt seit über 10 Jahren brach.

Die Alte Sternburg Brauerei in Lützschena liegt mitten in einem Wohngebiet am äußersten Rand der Stadt. Der Komplex besteht aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Gebäuden, Hallen, Türmen, dunklen Räumen und Treppen. Es gibt auf jeden Fall einiges zu entdecken, zum Beispiel die original Art-déco-Lampen im alten Sudhaus.

Die alte Sternburg Brauerei in Lützschena. Das Gelände liegt seit 1991 brach. Quelle: Andreas Dymke

Ein weniger verlassener Ort ist die Kirchenruine Wachau in Markkleeberg. Im Zuge des zweiten Weltkriegs wurde der Kirchenbau stark beschädigt und danach nicht mehr saniert. Im Herbst 1989 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und Fördermittel zur Erhaltung gewährt. Mittlerweile finden dort regelmäßig Konzerte, Theater und Kunstausstellungen statt. Doch auch abseits der Veranstaltungen kann man die romantische Ruine kostenfrei besuchen.

Von Yvonne Schmidt