Über 1000 Babys am UKL - Corona-Baby-Boom lässt in Leipzig auf sich warten
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Über 1000 Babys am UKL - Corona-Baby-Boom lässt in Leipzig auf sich warten

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09:25 07.06.2021
Eindeutige Corona-Effekte lassen sich anhand aktueller Geburtszahlen nicht ableiten. (Symbol)
Eindeutige Corona-Effekte lassen sich anhand aktueller Geburtszahlen nicht ableiten. (Symbol) Quelle: dpa/Fabian Strauch
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Leipzig

Mehr als 1000 Kinder sind 2021 bereits im Universitätsklinikum Leipzig auf die Welt gekommen. Das tausendste Baby hört auf den Namen Immo und erblickte nach Angaben des UKL zwei Wochen früher als sein Jubiläumsvorgänger von 2020 das Licht der Welt. Dieses Jahr werden bisher mehr Geburten gezählt,rund 50 Geburten mehr als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt. „Ein Corona-Effekt ist das aber nicht“, sagt Prof. Holger Stepan, Direktor am UKL. Vielmehr würden Schwankungen dieser Größenordnung immer wieder auftreten. Dennoch: „Der Trend der zwei vergangenen Jahre mit eher gleichbleibenden Geburtenzahlen ist damit klar gebrochen und umgekehrt worden“, so Stepan.

Den höchsten Geburtsstand der vergangenen fünf Jahre vermeldet gar das Klinikum St. Georg. 686 Geburten wurden bis zum Mai gezählt. Im gleichen Zeitraum waren es 2020 617 Geburten. Aus dieser Schwankung einen Covid-19-Effekt abzuleiten, bezeichnet aber auch Sprecherin Manuela Powollik als Spekulation.

Corona-bedingter Geburtenrückgang in Schkeuditz?

Dem stehen zudem die aktuellen Geburtszahlen an der Helios Klinik Schkeuditz entgegen. Dort sind die Geburtenzahlen seit Februar 2020 leicht rückläufig – um etwa 40 Geburten im Vergleich Vorjahreszeitraum. „Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit der Verunsicherung, die die werdenden Eltern im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verspürten und den strengeren Regelungen zur Teilnahme bei der Geburt im Kreißsaal und OP aufgrund der geltenden Hygienebestimmungen“, erklärt Klinikgeschäftsführerin Melanie Rosche die Entwicklung.

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Die sinkende Zahl an Corona-Neuinfektionen und damit verbundene Lockerungen würden nun aber zu einer Normalisierung der Geburtensituation führen. „Aktuell ist es unter bestimmten Voraussetzungen wieder gestattet, die Geburt als Vater im Kreißsaal mitzuerleben und auch die Aufnahme in unsere Familienzimmer ist wieder möglich“, sagt Rosche. Ob der Höchststand von knapp 800 Geburten im Jahr 2016 kurzfristig wieder erreichbar sein wird, bleibe abzuwarten.

Rückgang auch am St. Elisabeth-Krankenhaus

Ebenfalls weniger Geburten als in den Vorjahren wurden bisher im St. Elisabeth-Krankenhaus verzeichnet. 947 waren es bis zum 31. Mai. Zum Vergleich: 2020 waren es im gleichen Zeitraum bereits 1018 Geburten. Auch in den Jahren zuvor war die 1000er-Marke jeweils vor dem 1. Juni überschritten worden.

Von anzi