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Tipps Wochenend-Tipps für Leipzig: Herbst, unmögliche Begegnungen und Überlebenskünstler
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Familien-Tipps für das Wochenende in Leipzig und der Region

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14:51 15.10.2020
„Hallo Herbst!“ Die selbst gebastelte Kastanien-Figur scheint ihn fröhlich zu begrüßen. Quelle: Hannes Edinger / Pixabay
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Leipzig

Der Herbst hat regnerisch und kühl Einzug gehalten – dennoch ist in Leipzig jede Menge los. Ob Drachen basteln, Herbstfest, Theater, Diskussionen, Performances... Für große und kleine Kinder, für Teenies und Erwachsene – hier kommt keiner zu kurz.

Freitag, 16. Oktober 2020

Quelle: dpa

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Der Herbst ist die typische Zeit, bunte Drachen in den Himmel steigen zu lassen. Wer dabei lieber auf einen selbst gebastelten Papierdrachen zurückgreift statt einen gekauften, der ist im Museumscafé Götz des Unikatum Kindermuseum genau richtig. Von 14 bis 18 Uhr werden hier Drachen gebastelt. Die besten Plätze zum Drachensteigen – schließlich muss der neue Drachen ja auch ausprobiert werden! – haben wir hier zusammengestellt.

Kastanien-Figur Quelle: Hannes Edinger / Pixabay

Zum Herbstfest mit Kreativangeboten und Überraschungen lädt die Kinder- JugendKulturWerkstatt JOJO (JuKuWe) von 16 bis 18 Uhr ein. Im Innenhof der JuKuWe – bei Regen in den Räumen der Werkstatt – in der Riebeckstraße 51a werden Baumgeister aus Ton geformt, Kastanienschmuck und Origami-Herbstblätter gebastelt und vieles mehr. Am gemütlichen Feuer gibt es Kartoffelsuppe und Stockbrot.

Auf dem Weg zur Regenbogenfamilie Quelle: Sharon McCutcheon / Pixabay

„Vom Kinderwunsch zum Wunschkind“ heißt der Vortrag von Nancy Schmidt von der Initiative queerkids Leipzig, der um 17 Uhr im Soziokulturellen Zentrum Frauenkultur stattfindet. Welche Wege gibt es für lesbische Paare, sich den Kinderwunsch zu erfüllen? Was muss bei der Suche nach einem Spender beachtet werden? Wie läuft das Stiefkind-Adoptionsverfahren ab? Auf diese und weitere Fragen rund um das Thema Regenbogenfamilie geht die Referentin bei der Veranstaltung ein, auch unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Vorhaben. Zugleich besteht Gelegenheit für eigene Fragen und den Erfahrungsaustausch. Der Vortrag mit Gesprächsrunde wird im Rahmen des 27. Leipziger Lesben*Treffen gehalten, welches bis zum 18. Oktober stattfindet und zahlreiche Veranstaltungen bietet; offen für alle Geschlechter.

Moderatorin Josepha Masche wartet auf der Bühne auf ihre Gesprächspartner zur „Unmöglichen Begegnung“ am Theater der Jungen Welt Quelle: Sebastian Schimmel

Im Theater der Jungen Welt steht um 19.30 Uhr „Die unmögliche Begegnung“ bevor: „Du bist, was du isst?! Veganer*in meets Fleischgenießer*in“ – der Leipziger Biobauer von Hereford Elbweidrind Graditz, Matthias Schneider, und Jens Herrndorff, Blogger aus Hamburg, verbringen eineinhalb Stunden miteinander und diskutieren zwischen Live-Musik und szenischen Überraschungen dieses brisante Thema. Denn nicht erst seit Corona mit Tönnies und Attila Hildmann sind die Fragen nach der richtigen Ernährung und vor allem auch nach den Produktionsbedingungen in der Fleischindustrie und Landwirtschaft immer wieder in den Fokus gerückt. Gemeinsam mit den Talk- und Musikgästen des Abends geht Moderatorin Josepha Maschke also der Frage nach: Bist du, was du isst? Die Veranstaltung ist 16 plus.

Samstag, 17. Oktober 2020

„Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ wurde auf der Berlinale 2020 als „Bester Kinderfilm“ vom Kritikerverband ausgezeichnet. Quelle: Weltkino Filmverleih/Balance Film/TrickStudio Lutterbeck/Artémis Productions/Doghouse Films/MAUR film

Falls das Wetter auch am Samstag noch ungemütlich ist, wäre Kino ein schöner Zeitvertreib. In der Kinobar Prager Frühling wird um 13 Uhr „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ gezeigt. Der Animationsfilm handelt vom Herbst 1989 und zeigt aus der Perspektive einer Leipziger Schülerin die aufregende Wendezeit. Ein bisschen Geschichtsunterricht für alle, die zu jung sind, um sich an diese Zeit zu erinnern oder sie gar nicht miterlebt haben – und das, ohne dass es sich nach Geschichtsunterricht anfühlt.

Liebenswert-grummeliger Kerl: Der Lorax beschützt die Bäume und kann ganz schön sauer werden, wenn Menschen nicht auf ihn hören. Quelle: Pr

Alternativ zur Wendewundergeschichte bietet sich ein Besuch der Schaubühne Lindenfels an, denn dort wird „Der Lorax“ gezeigt, in der Fassung von 2012. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Dr. Seuss und handelt von Gier, Umweltzerstörung und den katastrophalen Auswirkungen, die beides mit sich bringt. Eine süße Liebesgeschichte und niedliche Figuren machen den Animationsfilm von 2012 zusätzlich sehenswert. 14.30 Uhr geht`s los.

Blick auf die Genezarethkirche in Leipzig Paunsdorf. Quelle: Lumu (talk) - CC BY-SA 3.0

Wen es trotz oder wegen des Wetters nach draußen zieht, für den empfiehlt sich der Natur- und Kulturhistorische Spaziergang durch den Dorfkern von Altpaunsdorf, der von der Volkshochschule Leipzig veranstaltet wird. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Genezarethkirche in Paunsdorf.

Sonntag, 18. Oktober 2020

Unkraut auf Straßen und Plätzen (wie hier in Altenburg) ist für viele Menschen ein Ärgernis – doch es lohnt sich, die eigenwilligen Gewächse genauer zu betrachten. Quelle: Mario Jahn

Schaut man mal genauer hin, entdeckt man am Straßenrand, auf Parkplätzen und alten Gemäuern viele eigenwillige Pflanzen, die es trotz widriger Umstände schaffen, sich dort anzusiedeln. Oft werden diese Pflanzen als Unkraut beschimpft. Dabei sind sie bewundernswerte Überlebenskünstler. Auch auf dem Gelände rings um das Naturkundemuseum Leipzig sind sie zu finden. In diesem Workshop werden die „Unkraut-Gebiete“ mit selbst gebauten kleinen Schildern, Zäunen und Absperrungen in Miniatur-Naturschutzgebiete verwandelt. Anschließend können alle Teilnehmer mit einer Sofortbildkamera zwei Fotos von den nun gut geschützten pflanzlichen Überlebenskünstlern machen und als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Der Workshop mit Exkursion „Überlebenskünstler in der Stadt“ ist für Kinder ab sechs Jahre geeignet und kostet 3 Euro. Es finden Workshops um 10 und um 13 Uhr statt. Anmeldungen unter 0341 9822113 oder per E-Mail an service.naturkundemuseum@leipzig.de.

Im Rahmen des Märchenfests wird im Theater am Kirchplatz an der Friedenskirche in Gohlis um 16 Uhr beim Familien-Theater-Nachmittag der „Froschkönig“ aufgeführt. Die Puppen- und Schauspielerin Hanne Braun agiert mit lustigen Requisiten, faltbaren Bühnenelementen und großen, originellen, offen geführten Ganzfiguren. Zuschauer erleben einen sympathischen Frosch, der mit Kunststücken für Aufmerksamkeit sorgt und sich im Handumdrehen zum schicken Prinzen wandeln kann sowie eine hübsch eigenwillige Prinzessin, die sich nach einigem Hin und Her endlich für „ihren“ Froschkönig entscheidet. Überraschende Effekte und die spannende Kombination von Schauspiel, Erzähltheater und Figurenanimation sorgen für ein Theatererlebnis, welches Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Vergnügen bereitet.

„Es waren einmal drei…“: So könnte ein bekanntes Märchen anfangen oder eine ganz neue, gerade ausgedachte Geschichte. Vielleicht haben drei Brüder, drei Hasen oder drei Nasenflöten drei Wünsche frei oder müssen drei Rätsel lösen? Genau wissen wir es nicht – denn die drei Schauspieler vom Theaterpack, Ricarda Andreh, Mario Rothe-Frese und Frank Schletter (so viel ist gewiss), improvisieren aus Publikums-Vorschlägen eine spontane Märchenshow mit Kostümen, Masken und Überraschungen. Die Märchenimprovisation findet um 16 Uhr im Pittlerwerk Halle H (Pittlerstraße 26, Zugang über Am Börnchen / Ecke Travniker Straße) statt. Der Eintritt beträgt 7 Euro für Kinder und 10 Euro für Erwachsene; Tickets gibt es im Vorverkauf bei Culton Tickets, Reservierungen können telefonisch unter 0157 71369895 oder per E-Mail an kontakt@theaterpack.com vorgenommen werden.

Impression des Lampionumzugs beim Nachtlichterfest 2012. Quelle: André Kempner

Anlässlich des Ostlichterfestivals veranstaltet das Haus Mühlstraße sein ganz eigenes Nachtlichterfest von 17 bis 19 Uhr. In diesem Jahr findet das Fest zwar mit einem verkürzten und abgespeckten Programm statt, aber einen Lampionumzug mit Musik und ein kleines Lichterspektakel sorgen dennoch für einen stimmungsvollen Abend im Lene-Voigt-Park. Auf der Bühne spielt zudem die „fiddle folk family“ Irish Folk und Deutsche Folklore. Außerdem bietet ein internationales Ensemble die kurze Theaterperformance „WAS UNS REICHT“ dar und teilt mit den Zuschauern in vielen Sprachen seine Gedanken, Geschichten und Gedichte.

Übers Wochenende – 16. bis 18. Oktober 2020

Blick in die Meisterschüler-Ausstellung auf Kai-Hendrik Windelers Werk. Quelle: Christian Modla

Die Ausstellung „M20 / Ausstellung der Meisterschüler*innen“ versammelt zum Semesterbeginn Arbeiten von Absolventen des Meisterschülerstudiums der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, die im vergangenen Winter- und Sommersemester ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben. In diesem Jahr findet die Ausstellung in der A&O Kunsthalle (Brandenburger Straße 2) statt. Am Freitag ist die Ausstellung von 15 bis 19 Uhr geöffnet, am Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Zudem gibt es eine digitale Präsentation der Diplom- und Meisterschüler-Arbeiten unter www.tendencies2020.de.

Die Gruppe Urban Collective im vergangenen Jahr bei der Aufführung der Tanzperformance „Noch Besser Leben. Noch Besser Sterben“. Quelle: Angela Liebich

Auf dem Jahrtausendfeld im Leipziger Westen zeigt das 2015 gegründete Tanzkollektiv urban collective das Tanztheaterwerk „Welcome to Lucky Town: Freitag und Samstag um 20 Uhr, Sonntag um 18 Uhr. Im Stück führt das Tanzkollektiv durch eine Hüpfburgen-Stadt auf dem Jahrtausendfeld – Leipzigs bekanntester Brache, ein Ort von Geschichte mit ungewisser Zukunft. Urban collective sucht hier nach dem großen Glück mitten im Zeitalter des Verlustes und verteidigt den öffentlichen Raum für uns alle. Anhand biografischer Geschichten erzählen die Performer und Performerinnen die Geschichte des Leipziger Westens und stellen sich und den Zuschauern unangenehme Fragen: Wie fühlt es sich an, unerwünscht zu sein? Wie kann man Veränderung aushalten? Karten können reserviert werden unter reservierung.luckytown@gmail.com.

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Von Susanne Reinhardt