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Tipps Statt Lampionumzug – das können Familien zum Martinstag machen
Familie Tipps

Kein Lampionumzug wie gewohnt – das können Familien trotz Corona zum Martinstag machen

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17:10 05.11.2020
Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne – auch wenn die großen Laternenumzüge in diesem Jahr ausfallen, kann man Laternen leuchten lassen. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
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Leipzig

Für viele Kinder ist die Tradition der Lampion- oder Martinsumzüge im Herbst ein ganz besonderes Highlight. Oft nehmen Familien nicht nur an den Umzügen in Kita oder Hort teil, sondern besuchen auch einen der größeren Lampionumzüge, wie den Glühwürmchenumzug um die Red Bull Arena zugunsten krebskranker Kinder oder von den Kirchen organisierte Martinsumzüge. In diesem Jahr können die Umzüge coronabedingt nicht wie gewohnt stattfinden. Dementsprechend braucht es Alternativen. LVZ Familie hat ein paar Ideen zusammengestellt, damit Klein und Groß trotz aller Beschränkungen Spaß mit Laternen haben können.

Mitmachen bei der Aktion „Laternenfenster

Die Aktion „Laternenfenster“ wurde vor kurzem von Jennifer Brenzinger aus Baden-Württemberg ins Leben gerufen und verbreitete sich über soziale Netzwerke wie Facebook in Windeseile. In ihrem Aufruf schreibt sie: „Ganz im Sinne von St. Martin wollen wir mit Hilfe der Laternen Hoffnung schenken, in dieser schwierigen Zeit.“ Die Idee des „Laternenfensters“ ist ebenso schön wie simpel: Man hängt oder stellt kleine Laternen in die Fenster zur Straßenseite, so dass sie von draußen gesehen werden können, und beleuchtet sie mit Lichterketten oder (LED-) Teelichtern. Wer abends durch die Straßen geht, kann nach den Laternen Ausschau halten und sich über sie freuen. Und wer keine Laternen oder Lampions zur Hand hat, kann natürlich auch schon mal einen Weihnachtsstern aufhängen.

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Einen familiären Laternenumzug machen

Frische Luft tut gut, aber manchmal ist es gar nicht so einfach Kinder vor die Tür zu bewegen. Über einen kleinen abendlichen Spaziergang mit Lampion – sozusagen einen eigenen Laternenumzug im kleinsten Familienkreis – werden sich Kinder aber bestimmt freuen. Also warm anziehen, Lampions in die Hand und ab geht`s nach draußen. Am besten überlegt man sich vorher mit den Kindern eine Route: Will man in der Nachbarschaft um die Häuser ziehen, nach Laternenfenstern suchen, oder lieber eine Runde durch den „gruselig dunklen“ Park gehen? Außerdem könnten Eltern sich mit befreundeten Familien verabreden, denen man „zufällig“ an einer vorher ausgemachten Straßenecke begegnet. So können alle Abstand halten, aber die Kinder können ihre Lampions gegenseitig bestaunen. Die Freude über andere „Mini-Laternenumzüge“ dürfte groß sein.

Bedachten sollte man hierbei auf jeden Fall die aktuell gültige Corona-Schutzverordnung: Es dürfen sich in der Öffentlichkeit nur Menschen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt treffen, maximal sind insgesamt zehn Personen erlaubt.

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Laternen-Fest auf Abstand mit den Nachbarn

Wer in einem Mehrfamilienhaus mit anderen Kindern wohnt, vielleicht sogar mit Innenhof zu anderen Häusern, kann sich mit Nachbarn verabreden, um getrennt gemeinsam auf Balkonen zu stehen oder an den Fenstern – mit leuchtenden Lampions, Singen von Laternen-Liedern und warmem Kinderpunsch. Vielleicht spielt der ein oder andere Nachbar auch ein Instrument und sorgt für musikalische Begleitung. Als Einladung einfach Zettel im Haus und an den Türen der Nachbarhäuser aufhängen mit dem Vorschlag eines Laternen-Festes auf Abstand. Dabei am besten gleich ein konkretes Datum und Uhrzeit nennen, zum Beispiel den 11. November um 17 Uhr. Und dann mit hoffentlich vielen Nachbarn und Lampions auf den eigenen Balkonen stehen und sich über ein kleines Lichtermeer freuen.

Eine monsterstarke Laterne basteln

Klar, um einen Lampion leuchten zu lassen, benötigt man natürlich auch einen Lampion. Den kann man kaufen oder selber basteln. Dementsprechend haben wir hier eine kleine Bastelanleitung für eine Monster-Laterne. Benötigt werden fast ausschließlich Dinge, die in den meisten Haushalten vorhanden sind.

Mit wenig Material lässt sich schnell eine individuelle (Monster-) Laterne basteln. Quelle: Anne Bittner

Material:

-eine Käseschachtel aus Pappe

-buntes Papier

-Transparentpapier

-Schere

-Tacker

-Leim

-(Bastel-) Draht

-ggf. Stifte, Wackelaugen, Krepppapier, Toilettenpapierrolle und ähnliches Bastelmaterial zum Verzieren

-Laternenstab mit LED-Lampe oder Holzstock und LED-Teelicht

So geht`s:

Den Boden der Käseschachtel verwendet man als Laternenboden. In den Deckel der Käseschachtel schneidet man ein großes Loch hinein, das wird der obere Teil der Laterne. Das Transparentpapier kann bemalt werden und ein Mund. Dann in den Mund Transparentpapier einkleben, damit er mehr leuchtet. Natürlich kann man hier auch andere Formen ausschneiden. Anschließend das Transparentpapier erst an den Boden tackern, danach an den Deckel. Die Laterne an sich ist damit schon wäre. Nun wird sie in ein Monster verwandelt: Augen können aus Teilen einer Toilettenpapierrolle und Hände sowie Haare aus Krepppapier gebastelt werden. Der Fantasie bei der Laternengestaltung sind natürlich fast keine Grenzen gesetzt – Klein und Groß können sich nach Herzenslust austoben.

Zum Schluss einen Draht am oberen Teil der Laterne befestigen, damit man sie tragen oder ins Fenster hängen kann.

Von Susanne Reinhardt