Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bildung Leipziger Universitätsmedizin feiert 600-jähriges Bestehen
Leipzig Bildung Leipziger Universitätsmedizin feiert 600-jähriges Bestehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:43 10.07.2015
Begehbare Medizinmodelle
Ein begehbares Organmodell des Herzens auf dem Medizinparcours. Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Die medizinische Fakultät der Universität Leipzig hat am Freitag ihr 600-jähriges Bestehen gefeiert. Sie wurde am 10. Juli 1415 gegründet. Damit ist sie nach Heidelberg die zweitälteste Ausbildungsstätte für Ärzte mit durchgehendem Lehrbetrieb in Deutschland. Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) erklärte zum Jubiläum, dass der Freistaat in Zukunft den Hochschulmedizin-Standort konkurrenzfähig halten wolle. Im Rahmen des Festakts vor 400 Menschen würdigte auch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) die Einrichtung und das daraus entstandene Umfeld. „Der gesamte Gesundheitssektor ist zu einem Qualitätssymbol und Aushängeschild der boomenden Stadt geworden.“

Seit 1990 sei in Leipzig stark investiert worden, um aus verschiedenen Einzelkliniken einen modernen Medizincampus zu formen. Insgesamt seien in Baumaßnahmen der Fakultät und des Universitätsklinikums rund 1,3 Milliarden Euro geflossen. An der Fakultät sind derzeit nach Angaben der Hochschule rund 2900 angehende Zahn- und Humanmediziner eingeschrieben. Am Universitätsklinikum, das organisatorisch von der Medizinfakultät getrennt ist, arbeiten rund 4000 Menschen.

Zum Jubiläum "600 Jahre Medizinische Fakultät in Leipzig" kamen tausende auf den Augustusplatz und bestaunten, betraten und bespielten den Medizinparcours. Bilder: André Kempner

Unterdessen waren auf dem Augustusplatz auch die Bürger zum Mitfeiern eingeladen. Auf dem Medizinparcours wurden bereits bis 17 Uhr etwa 6000 Besucher gezählt, so die Universität. Vor Ort konnten die Menschen riesige Organmodelle, von Hirn, Herz, Lunge, Darm und Knie begehen. Die Veterinärmedizin zeigte eine Hufschmiedevorführung und beim Rettungswesen war unter anderem ein Baby-Notarztwagen zu sehen.

lvz/joka

10.07.2015
Michael Frömmert 10.07.2015