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Bildung Leipziger Wissenschaftlerin erforscht Rolle von Moral beim Doping
Leipzig Bildung Leipziger Wissenschaftlerin erforscht Rolle von Moral beim Doping
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21:58 10.05.2019
Eine wissenschaftliche Studie zeigt, dass Sportler aufgrund von moralischen Aspekten seltener zu Substanzen zur Leistungssteigerung greifen. (Symbolbild) Quelle: dpa
Leipzig

Sportler nehmen seltener verbotene Substanzen zur Leistungssteigerung ein, wenn sie nicht nur die gesundheitlichen Konsequenzen bedenken, sondern sich auch dem moralischen Aspekt bewusst machen. Das zeigt eine Studie der Universität Birmingham. Wie die Universität Leipzig mitteilte, war auch eine Wissenschaftlerin aus der Messestadt an den Forschungen beteiligt. Zusammen mit ihren Kollegen hat die Sportpsychologin Anne-Marie Elbe die Ergebnisse in einem Fachmagazin veröffentlicht.

Insgesamt wurden 1500 Athleten aus Großbritannien, Griechenland und Dänemark zu hypothetischen Doping-Situationen befragt. Alle waren Fußballspieler, die direkt unterhalb des Profiniveaus spielten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Entscheidungen der Sportler davon abhingen, mit wie viel Schuldgefühlen sie rechneten. Für einige war Doping akzeptabel, weil andere Sportler es auch betreiben würden.

„Die Ergebnisse weisen darauf hin, wie stark moralische Faktoren beim Doping eine Rolle spielen“, erklärt Elbe. In einem neuen Forschungsprojekt an der Universität Leipzig soll nun Informationsmaterial zur Doping-Prävention entwickelt werden. Gefördert wird das Projekt für drei Jahre vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft. „Wir wollen die Fähigkeiten junger Athleten, Entscheidungen auf Basis ethischer Kriterien zu treffen, stärken – anstatt sie vor allem über die Bebenwirkungen von Dopingmitteln aufzuklären.“

Von fbu

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