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Bildung Slawistik, Jura, Afrika-Studien: Uni Leipzig gibt am Tag der offenen Tür Einblicke
Leipzig Bildung Slawistik, Jura, Afrika-Studien: Uni Leipzig gibt am Tag der offenen Tür Einblicke
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15:28 13.01.2011
Volles Haus: Am Tag der offenen Tür war die Einführung in die Juristerei sehr beliebt. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Aus dem Hörsaal 8 im Hörsaalgebäude quollen die jungen Leute buchstäblich aus dem Raum. „Die Einführung in das Studium der Rechtswissenschaft" schien ein Hit zu sein.

Auch Martin Zschoge hatte sich für eine Stunde in den Saal mit den anderen potentiellen Juristen gezwängt. Es würde ihn auch nicht vom Studium abschrecken, wenn die Platzverhältnisse immer so angespannt wären. „Mit einem Staatsexamen in der Tasche hat man schließlich bessere Chancen als mit einem Bachelor oder Master", sagte der Fachoberschüler. Jura sei für ihn auf jeden Fall eine Option, so der 24-Jährige. „Doch tendiere ich momentan eher in den technischen Bereich."

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Deshalb hat er sich vor der Einleitung in die Rechtslehre in der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur noch über Verpackungstechnik informiert. Der Leipziger schaut sich alles an, was ihn interessieren könnte, will sich „richtig orientieren". Daher geht es für ihn weiter nach Markkleeberg. Das Thema dort: Energiewirtschaft.

Einen guten Überblick wollten sich auch Tabea Wagner und Andrea Kühne verschaffen. Aber nur in den Geisteswissenschaften. Alles andere sei nichts für sie, sagen die beiden unisono. Und so standen sie vor dem Hörsaal 11, in dem gleich eine Vorlesung über „Politik in Afrika" beginnen sollte. Sie war gut besucht, was eine Studentin zu der Frage veranlasste, ob heute jeder die Veranstaltung besuchen könne. Sie habe sich schon gewundert, dass so viel los sei.

Die 23-jährige Wagner, die wie die 29-jährige Kühne ihr Abitur am Leipzig Kolleg nachholt, gab auch offen und ehrlich zu, dass die Afrikanistik-Vorlesung nur eine „Ausweichveranstaltung" sei. Eigentlich hieß das Ziel „Literatur und Kultur" oder neudeutsch „Literature and Culture" im Fachbereich Amerika-Studien. Die beiden jungen Frauen hatten dort aber keinen Platz mehr gefunden.

Eine private Vorlesung mit dem Titel „Polnisch und Tschechisch schwierig - ein Stereotyp?" erhielt Stefanie Frenzel aus Meißen. Die junge Frau, die die 11. Klasse besucht, war um Punkt 11.15 Uhr in dem Seminarraum 015 und blieb auch nach dem akademischen Viertel dort allein. Professorin Danuta Rytel-Schwarz und Studienfachberaterin Christa G. Lüdtke standen trotzdem Rede und Antwort. „Die Studienreform mit Bachelor und Master hat sich für unser Fach ungünstig ausgewirkt", sagte die Professorin. Beide Fächer seien früher sehr beliebt gewesen. Um den geringen Zuspruch zu erklären, betonte sie, dass es sich nicht um eine reguläre Veranstaltung handele, sondern um eine Werbeveranstaltung, um mehr angehende Studenten für die Wahl der Westslawistik als Hauptfach zu begeistern. Vielleicht hat es bei Stefanie Frenzel geklappt.

Michael Dick

Im Kampf um Studenten will die TU Chemnitz ab dem Wintersemester 2011/12 ihre Hürden für Bewerber senken. Geplant sei die Aufhebung der Zulassungsbeschränkungen in sieben Bachelor- und drei Masterstudiengängen, teilte TU-Sprecher Mario Steinebach am Donnerstag mit.

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