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Bildung TU Chemnitz will Studenten mit NC-Verzicht locken - Uni Leipzig noch unschlüssig
Leipzig Bildung TU Chemnitz will Studenten mit NC-Verzicht locken - Uni Leipzig noch unschlüssig
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15:13 13.01.2011
Chemnitz

Die Chemnitzer „Freie Presse" hatte am selben Tag über entsprechende Pläne berichtet.

Nur noch im Fach Psychologie soll der Numerus clausus (NC) beibehalten werden, da es dort allein für die 90 Bachelor-Plätze mehr als 2000 Bewerber gegeben habe. Deren Aufnahme zum laufenden Wintersemester hätte die Kapazitäten gesprengt, hieß es.

Die Entscheidung über die von den Hochschulen angemeldete Zulassungsfreiheit bleibt indes dem sächsischen Wissenschaftsministerium vorbehalten. Das sieht die Abschaffung von Beschränkungen zwar generell positiv. „Die Chemnitzer Pläne müssen aber auch der Plausibilitätsprüfung standhalten", sagte Ministeriumssprecherin Annett Hofmann am Donnerstag.

Während es an den beiden größten und auch gefragtesten Universitäten des Landes in Dresden und Leipzig nach Angaben beider Einrichtungen derzeit keine ähnlichen Pläne gibt, weist die TU Bergakademie Freiberg bereits seit dem Wintersemester 2006/07 keinen einzigen Numerus clausus mehr auf. „Den letzten haben wir damals im Fach BWL abgeschafft", sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

Die TU Dresden erklärte, sie könne sich einen Abbau der aktuell 37 NC-Studienfächer „nicht leisten, da der Andrang auf diese Studiengänge sehr hoch ist und unter den gegenwärtigen Umständen die Kapazitäten nicht erhöht werden können". Ähnlich argumentierte die Universität Leipzig für ihre bislang 36 zulassungsbeschränkten Fächer. Die abschließende Entscheidung falle indes erst in den nächsten Wochen, sagte Universitätssprecherin Manuela Rutsatz.

Die fünfte und kleinste Universität im Freistaat, das Internationale Hochschulinstitut Zittau, sieht für seine vier Masterstudiengänge keinen Neuregelungsbedarf. Anmeldungen und Kapazitäten hielten sich bislang die Waage, sagte Rektor Albert Löhr. Allerdings steht Zittau sowieso nur Bewerbern offen, die bereits einen Hochschulabschluss haben - und wendet sich also mit seinem Angebot nicht direkt an Abiturienten, deren sinkende Zahlen die anderen Hochschulen um ihren Nachwuchs bangen lässt.

Sie haben längst ihre Bemühungen verstärkt, etwa auch Gymnasiasten anderer Bundesländer nach Sachsen zu locken. Am Donnerstag standen den Abiturienten die Türen an insgesamt 15 Hochschulen und sieben Studienakademien in Sachsen zu Probevorlesungen, Führungen und Vorträgen offen. Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) nannte im Vorfeld dieses Aktionstages die vergleichsweise kurze Dauer und den Verzicht auf Gebühren „gute Gründe, in Sachsen zu studieren".

dpa

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