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Bildung Wende in der Bildungspolitik: Sachsens Studenten appellieren an CDU, SPD und Grüne
Leipzig Bildung Wende in der Bildungspolitik: Sachsens Studenten appellieren an CDU, SPD und Grüne
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17:33 21.10.2019
Blick in einen Hörsaal der Universität Leipzig (Archivfoto) Quelle: dpa
Dresden

Sachsens Studierende appellieren an die sich anbahnende Kenia-Koalition im Freistaat, eine Wende in der Bildungspolitik einzuleiten. Wie es in einem am Montag veröffentlichten und von insgesamt 14 Studenten-Institutionen unterzeichneten offenen Brief heißt, sollte der Fokus der Lehre künftig stärker in Richtung kultureller, politischer und sozialer Bildung verschoben werden.

„Als grundlegendes Defizit der sächsischen Bildungspolitik seit der Wende erachten wir die Dominanz des Leistungsprinzips, welches seinen Fokus stets auf quantifizierbare Erfolge setzte und dazu tendierte, die MINT-Fächer überzubetonen“, heißt es im Brief an Sachsens CDU. SPD und Grüne. In jenen Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik müssten zwar auch künftig Ingenieure und Naturwissenschaftler ausgebildet werden. „Wir wollen aber nicht länger dabei zusehen, wie politische, soziale und kulturelle Bildung und die MINT-Fächer gegeneinander aufgewogen werden“, so die Studierenden weiter, die auch Lehrermangel, fehlende Forschungsgelder und den baulichen Zustand von Schulen und Universitäten kritisieren.

Ausbildung für demokratisches Miteinander

Anstelle des Erreichens hoher Punktzahlen in Leistungsvergleichen sollte künftig eher „die Ausbildung kritischer, empathischer, selbstbewusster und couragierter Menschen, die sich für ein demokratisches Miteinander und gegen Ungerechtigkeiten einsetzen“ als oberstes Ziel der sächsischen Bildungspolitik treten, so die Forderungen weiter.

Konkret sollten dabei unter anderen die Themen Diskriminierung und soziale Ungleichheit in der Ausbildung von Pädagogen stärker einfließen und das persönliche Engagement außerhalb der Norm gefördert statt behindert werden. Politische sowie historische Bildung sollten zudem Teil aller Lehrwege werden – angefangen von der Grundschule über die Berufsausbildung bis hin zum Hochschulstudium. Nicht zuletzt appellieren die Studierenden an die Parteien, ein gemeinsames Lernen länger als bisher und ein Studium auch ohne Abitur möglich zu machen.

Zu den Erstunterzeichnern des Briefes gehören unter anderem die Studierendenräte der Hochschulen in Mittweida und Leipzig, sowie der der HTW Dresden und der Musikhochschulen in Leipzig und Dresden.

Der offene Brief im Netz: stura.uni-leipzig.de

Von Matthias Puppe

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